Im Jahr 1777, während der allgemeinen Vermessung, war Nikita Alexejewitsch Muromzew der Besitzer des Anwesens in Pljusko. Auf dem Gutshof befanden sich ein hölzernes Herrenhaus und ein regelmäßiger Garten. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts ging das Anwesen durch Erbschaft an seinen Sohn, Major Alexej Nikititsch Muromzew (1769, 1838). Unter dem neuen Besitzer wurde die Weihnachtskirche erbaut, es wurden Arbeiten zur Verschönerung des Gartens und des Parks durchgeführt, und ein Teich wurde bei der Scheune ausgehoben. Das Hauptgebäude, der Flügel nördlich davon und die Wirtschaftsgebäude wurden umgebaut.
Nach dem Tod von A. N. Muromzew arbeiteten 115 Dienstboten auf dem Anwesen. Das Gut ging an seine Frau Praskowja Semjonowna Muromzew und seinen Sohn Arkadij Alexejewitsch über. Im Jahr 1850 betrug die Fläche des Anwesens und des Gartens 15 Desjatinen, auf dem Gelände befanden sich 21 Dienstboten und ein Gärtner. Bis 1860 wurde A. A. Muromzew der einzige Besitzer.
In den 1870er und 80er Jahren ging Pljusko an die Familie Derjuschinski. In der letzten Drittel des 19. Jahrhunderts wurde westlich des Hauptgebäudes eine Molkerei gebaut, und 1905 wurde westlich der Scheune eine kirchliche Schule eröffnet. Ende des 19. Jahrhunderts gehörte das Anwesen, dessen Wert über 50.000 Rubel betrug, der Witwe des Kollegialassessors Jekaterina Nikolajewna Derjuschinskaja, der Frau des Juristen Fjodor Timofejewitsch Derjuschinski. Bis 1917 wurde das Anwesen von ihren Erben verwaltet.
Nach der Revolution wurde in Pljusko eine Kommune organisiert, später wurde ein Kolchos gegründet. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts umfasst das Ensemble des Anwesens die Kirche, den Flügel, die Scheune, den Stall, die Molkerei, die Schule, den Garten und die Teiche. Die Wirtschaftsgebäude wurden in Wohnhäuser umgewandelt, im ehemaligen Stall befindet sich ein Geschäft, und im Gebäude der ehemaligen kirchlichen Schule wird eine Mittelschule betrieben. Teilweise sind die alten Lindenpflanzungen entlang der Hauptstraße zur Kirche erhalten geblieben. Der Park des Anwesens mit einer Fläche von 3 ha wurde 1995 zum Naturdenkmal regionaler Bedeutung erklärt. Allerdings gibt es laut anderen Angaben, dass der Park Ende des 20. Jahrhunderts gerodet wurde und die Teiche darin zugewachsen sind.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.
Um einen Kommentar zu hinterlassen, mit Google anmelden.