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Die Villa von Olga Mendeleeva-Trirogova

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Die Heirat von Wladimir, dem Sohn von Olga Mendeleeva, der Tochter des bekannten Chemikers, war ein bedeutendes Ereignis für den saratowschen Grundbesitzer Trirogov. Zu Ehren dieses Ereignisses schenkte er dem Brautpaar das Gut Arjash, in das das Paar sofort nach der Hochzeit zog. Auf dem Gut gab es bereits einen prächtigen botanischen Garten und ein Gewächshaus mit Rosen, Magnolien, Hortensien, Hibiskus und Jasmin. Olga Trirogova richtete auch einen wunderbaren Pool ein, in den das Wasser über Regenrinnen aus Lindenstämmen floss. Ein besonderes Highlight des Anwesens war der Teich mit kristallklarem Wasser, aus dem frischer Fisch auf den Tisch serviert wurde. Olga baute auch eine Mühle für die Bauern, half Bedürftigen und errichtete Häuser für die Armen. Doch 1918 änderte sich alles. Die Bauern verwüsteten das Anwesen und zerstörten alles auf ihrem Weg. Die Scheiben des Gewächshauses wurden zerbrochen, und in den Pool und den Teich wurde Mist gekippt, was zum Tod der Fische führte. Auf dem Friedhof wurde das Familiengrab zerstört, und aus den Zinksärgen machte der Schmied Eimer und Wannen. Olga versuchte, die Dorfbewohner aufzuhalten, aber man warnte sie, dass sie gehen solle. Sie packte ihre Sachen in einen Koffer und verließ das Dorf. Doch bald wurden sie eingeholt und ihr gesamtes Eigentum wurde konfisziert. In Wut rief Olga: "Ich werde zurückkommen! Und dann werde ich mit euren Haaren den Boden wischen!" Aber sie kehrte nicht zurück und starb in Moskau. Heute ist von der Villa in Arjash nichts mehr übrig, nur noch Gestrüpp und fruchttragende Apfelbäume, Irga und Berberitze. Das Wasser aus dem eingestürzten Brunnen ist immer noch schmackhaft, und die Einheimischen behaupten, dass die Baronin ihr ganzes Silbergeschirr im Gewässer versenkt hat.

Geo-Punkt

Усадьба Ольги Менделеевой-Трироговой

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