Die Villa M.P. Klapowskaja in der Goncharnaia-Straße ist ein herausragendes Beispiel für eine städtische Villa im Empire-Stil, die bis heute erhalten geblieben ist.
Die Häuser 14-16 in der Goncharnaia-Straße bilden ein klassisches Ensemble, das das Hauptgebäude und zwei Flügel umfasst, die durch eine elegante Schmiedeeisenzaun mit zwei Einfahrtstoren verbunden sind.
Die Villa wurde in den Jahren 1816 und 1823 für den Kaufmann I.S. Rachmanow erbaut. Das zentrale Gebäude der Villa (Nr. 16, Gebäude 1) zeichnet sich durch ein sechs Säulen umfassendes ionisches Portal und eine breite offene Treppe aus. Es basiert auf einstöckigen steinernen Kammern aus dem 17. Jahrhundert.
Trotz ihrer geringen Größe ist die Villa eine wahre Zierde der modernen Goncharnaia-Straße. Die Proportionen des Gebäudes und die elegante Stuckdekoration des Hauptgebäudes sind ein hervorragendes Beispiel für die Architektur Moskaus nach dem Brand. Die Einzigartigkeit der Villa wird durch das unverwechselbare Muster des Stuckfrieses unterstrichen.
In den 1830er Jahren ging die Villa an den Kaufmann P. Moloschnikow, der das Giebelfeld des Hauptgebäudes mit seinem Monogramm aus verschlungenen Buchstaben „P“ und „M“ schmückte. Doch meist wird die Villa nach dem Nachnamen der letzten Besitzerin, M.P. Klapowskaja, genannt.
In der Sowjetzeit befand sich hier das „Haus der wissenschaftlichen Atheismus“, dank dessen die Villa erhalten blieb. Später wurde es durch das „Zentrum für Spirituelles Erbe“ ersetzt.
Derzeit wird die Villa von der Firma LIG „Safinat“ genutzt, die eine vollständige historische Restaurierung des Hauptgebäudes durchgeführt hat. Im Rahmen der Restaurierung wurden die ursprüngliche Raumaufteilung, die malerischen und stuckverzierten Decken, die Deckenmalereien, das Parkett sowie Möbel und Innendetails nach erhaltenen Zeichnungen rekonstruiert. Die Villa ist zweimal im Jahr für die Öffentlichkeit zugänglich: am Internationalen Museumstag (18. Mai) und am Tag des Denkmalschutzes (18. April).
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