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Gut Kumowsko

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Vladelisches Dorf mit Ödland befand sich seit jeher auf der rechten Seite der alten Brjansker Straße, am ruhigen Fluss Vjazichka. Hier wurden drei Teiche angelegt, die dem Gut einen besonderen Reiz verliehen. Besitztümer gehörten dem Sekundmajor Peter Matwejewitsch Jeropkin, der 1788 als Richter am Bezirksgericht im Peremyschljaner Landkreis diente. Er stellte mehr als zwanzig Desjatinen Land für die Gutshäuser zur Verfügung, wo er mit seiner Frau Agrafena Nikolajewna, geborene Schtscherbatschewa, und seinen sieben Kindern in einem gemütlichen Holzhaus lebte, das von einem Obstgarten umgeben war. Im Dorf stand bereits damals eine steinerne Kirche zu Ehren der Heiligen Paraskeva, die 1771 mit Mitteln von Boris Matwejewitsch Jeropkin, dem Bruder des Gutsherren, erbaut wurde.

Laut Archivdaten besaßen die Jeropkins das Gut bis in die 1830er Jahre. Sie waren wohlhabend, da ihnen neben dem Dorf Kumowsko auch umfangreiche Ländereien und fast dreihundert Leibeigene in benachbarten Dörfern und Siedlungen gehörten.

In der Mitte des 19. Jahrhunderts ging das Gut an den Gutsbesitzer Karpow, dann an die Frau des Leutnants A.J. Jakowlewa, und Ende des 19. Jahrhunderts wurde es von der Frau des Kapitäns Jekaterina Antonowna Stanislawowa besessen. Zu dieser Zeit wurde das Gut auf mehr als fünfzigtausend Rubel geschätzt und gehörte zu den größten.

Die größte Blütezeit erlebte das Gut in den 1870er Jahren, als das Hauptgebäude durch ein steinernes ersetzt wurde. Trotz des bescheidenen architektonischen Erscheinungsbildes zeichnete sich das einstöckige Gebäude durch Eleganz und feinen Geschmack in der Fassadendekoration aus: Girlanden, originelle "Augenbrauen", bogenförmige Fenster mit Schlusssteinen und eine prächtige Veranda mit Gesims. Im Haus gab es acht Wohnräume und einen großen Saal für Gäste. Nebenan befanden sich zwei Gebäude für das Personal, ein separater Raum mit Keller, eine Küche, eine Wagenremise und andere Wirtschaftsgebäude. Links vom Gut führte eine Lindenallee, an beiden Seiten lagen Obstgärten.

Laut den Erinnerungen von A.I. Bojarčikow teilte der letzte Besitzer Nikolai Barykow, der die Petersburger Landwirtschaftsakademie in Moskau abgeschlossen hatte, lange vor der Revolution agrarische Kenntnisse mit den Bauern des Dorfes Kumowsko. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es im Dorf eine kirchliche Schule und eine Alphabetisierungsschule, ein Teil des Landes des Dorfes Kumowsko wurde an arme Bauernfamilien verpachtet.

Im Jahr 1929 wurde das Gutshaus der Kommune übergeben, während des Krieges war hier ein Krankenhaus, und später wurde das Gebäude als Schule genutzt. Jetzt steht das Gut leer, und die Kirche der Heiligen Paraskeva ist in Ruinen.

Geo-Punkt

Усадьба Кумовское

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