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Das Gut Karabicha

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Wer lebt gut in Russland? Wo wurde der Großvater Masai geboren, der die Hasen rettete? Woher kam die russische Frau, die in der Lage ist, ein Pferd im Galopp zu stoppen und in ein brennendes Haus zu gehen?

Antworten auf diese und andere Fragen bewahrt das Gut Karabicha in der Region Jaroslawl. Dieses Land gehörte seit dem 18. Jahrhundert den Fürsten Golizyn, die hier ein ganzes Gutensemble mit Alleen und Parks schufen. Es war ein wunderbarer Ort für Bälle, Partys und Jagden. Besonders eindrucksvoll war der Hauptbau mit dem prächtigen Zugang und Rampen auf hohen Bögen, durch die die Gäste mit ihren Kutschen in den zweiten Stock fahren konnten.

Wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten wurde 1861 das Anwesen zum Verkauf angeboten. Das Gut wurde vom Dichter Nikolai Nekrasov erworben, der es in eine Sommerresidenz verwandelte, wo er die nächsten zehn Jahre verbrachte. Hier liebte er es, morgens mit seinen Hunden spazieren zu gehen, abends mit Freunden Karten zu spielen und üppige Mittagessen für Gäste zu veranstalten. Im Schatten der jahrhundertealten Linden und Ahornbäume wurde er oft von Inspiration besucht.

Gerade in Karabicha, inspiriert von den lokalen Bäuerinnen, schuf Nekrasov das Sammelbild der russischen Frau, die in der Lage ist, ein Pferd im Galopp zu stoppen und in ein brennendes Haus zu gehen. Hier schrieb er auch, beobachtend die Güte und das Mitgefühl für Tiere, "Großvater Masai" und später "Wer lebt gut in Russland". Diese Werke wurden zu Klassikern der Weltliteratur.

Nekrasov schrieb manchmal Gedichte, während er auf der Veranda saß und die Natur bewunderte, und manchmal arbeitete er im Büro. Nach den Erinnerungen der Memoirenschreiberin Ushakova zeichnete sich das Büro durch eine exquisite Pracht aus, die einem edlen Baron würdig war.

Das letzte Mal besuchte Nekrasov Karabicha im Jahr 1875. Zu diesem Zeitpunkt litt er bereits an Darmkrebs. In der Vorahnung seines baldigen Todes besuchte er das Grab seiner Mutter im benachbarten Dorf Abbakumtsevo und besichtigte die von ihm gegründete Dorfschule. Im Jahr 1918 wurde das Gut nationalisiert und als historisches Denkmal anerkannt, aber nach dem Bürgerkrieg wurde hier ein Sowchose Burlaki untergebracht.

Geo-Punkt

Усадьба Карабиха

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