Im Utynskij Landgemeinde im Gebiet Brjansk befindet sich ein verlassenes Juwel der Herrenhausarchitektur des 18. Jahrhunderts. Dieses einst blühende Adelsgut steht nun in Ruinen, umgeben von einem wilden Apfelgarten, und wartet auf sein Ende.
Das im klassizistischen Stil errichtete Herrenhaus wurde zu Beginn des 18. Jahrhunderts gebaut. 1833 ging es als Mitgift an die Adelige Warwara Moltschanowa, als sie Andreas Michailowitsch Gulewitsch heiratete.
Das dreigeschossige Backsteingebäude mit verputzten Wänden hatte eine Fläche von über 1000 qm. Die Fassade war mit zwei toskanischen Säulen geschmückt, die den Balkon im zweiten Stock stützten.
Im niedrigen Erdgeschoss mit gewölbten Wänden befanden sich Nebenräume und Wirtschaftsflächen.
Der zweite Stock war für repräsentative Säle und Zimmer mit hohen Decken reserviert. Heute kann man ihn nur über einen Erdhügel aus zerbrochenen Ziegeln und Erde erreichen, da die Treppe zerstört ist. Der dritte Stock, der als Mezzanin bezeichnet wird, enthielt kleine Wohnräume mit niedrigen Decken. Die Decken zwischen dem zweiten und dritten Stock sind nicht erhalten geblieben.
Am Ende des Gartens befand sich die Brennerei des Grafen Gulewitsch, die die größte in Russland war, aber bis in unsere Zeit nicht überlebt hat.
Einheimische erzählen, dass vom Keller des Herrenhauses ein unterirdischer Gang, der mit roten Ziegeln ausgelegt war, zum Fluss führte. Der Eingang zum Tunnel befand sich unter der Treppe im Erdgeschoss, ist aber jetzt verschüttet.
In der Sowjetzeit beherbergte die Gulewitsch-Herrschaft A.M. eine Grundschule, dann ein Kulturhaus, und später wurde das Gebäude zu Wohnraum umgewandelt. In den 80er Jahren gab es einen Versuch, das Herrenhaus zu restaurieren, aber 1992 brach ein Feuer aus, nach dem das Gebäude verlassen wurde.
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