Wenn man auf der Straße Rjasan-Tscheljabinsk fährt, kann man in der Nähe von Spasskoje durch die Straßenbäume die Silhouette eines echten Schlosses erkennen. Dann weichen die Bäume, und vor Ihnen entfaltet sich eine majestätische Panoramaansicht: eine Villa mit Treppen und Brücken, Springbrunnen, schönen Gärten, und dann tauchen wieder Bäume und Sträucher auf. Wenn Sie vorbeifahren, halten Sie an und betrachten Sie dieses Wunderwerk genau.
Dieser Landsitz wurde Ende des 19. Jahrhunderts von Sergej Pawlowitsch von Derwiza, dem Sohn eines Eisenbahnmagnaten, erbaut. Er wollte nicht nur ein beeindruckendes Haus mit reicher Ausstattung schaffen, sondern auch das Gelände in ein persönliches „Paradies“ verwandeln. Das Projekt der Villa im damals beliebten Stil des russischen Jugendstils wurde von Fjodor Schechtel entworfen, und sie erhielt das Aussehen eines Ritterburgs. Besonders auffällig war der riesige Adler, der scheinbar mit seinen Flügeln den Balkon stützte. Alle Gebäude sind harmonisch in das Gelände der Villa eingefügt und durch gepflegte Alleen, Brücken, Springbrunnen und Pavillons verbunden. Außerdem wurde am Eingang zur Villa eine prächtige Reithalle erbaut.
Bereits damals galt die Villa von Derwiza als Sehenswürdigkeit der Oblast Rjasan. Er lebte hier etwa 15 Jahre, bis er sie 1908 an Fürst Konstantin Gortschakow verkaufte, der selbst nicht hier wohnte und nur gelegentlich kam. Nach der Revolution, die ganz Russland erschütterte, erlebte die Villa nicht die besten Zeiten, und viele Dekorelemente gingen verloren. Glücklicherweise wurde sie durch die Umwandlung zunächst in eine landwirtschaftliche Schule und später in ein Pionierlager gerettet. Heute ist das ehemalige Anwesen von Derwiza in die Liste des kulturellen Erbes der Oblast Rjasan aufgenommen.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.
Um einen Kommentar zu hinterlassen, mit Google anmelden.