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Das Anwesen der Jeliseyevs

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Laut einer alten Legende versteckten die sich zurückziehenden Schweden nach einer Niederlage in einer der Schlachten des Nordischen Krieges einen bedeutenden Schatz im Siversky-Distrikt der Leningrader Region. Diese Gerüchte erregten so sehr die Menschen, dass die Schatzsuche bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts andauerte. Allerdings wurde nichts gefunden. Doch das wahre Juwel dieser Gegend ist das Anwesen Belogorka.

Die Erschließung dieser Ländereien begann Ende des 18. Jahrhunderts, als Paul I. Besitztümer an seine Vertrauten verteilte. Der Gründer des Guts war ein Beamter der Stadtverwaltung von Zarskoje Selo, Franz Bell. Nach ihm erhielt das Anwesen seinen historischen Namen, das auf einer Anhöhe am Ufer gelegene Gut Belya "Gorka". Im Laufe der Zeit, dank der örtlichen Sommerbewohner, wandelte sich der Name zu Belogorka. Bedeutende Veränderungen im Anwesen fanden erst Ende des 19. Jahrhunderts statt. 1897 erwarb Alexander Jeliseyev, ein Vertreter einer bekannten Kaufmannsdynastie, diese Ländereien für seine Tochter. Damit begann der großangelegte Bau. Zuerst wurde das Anwesen, ein steinernes Palais im Jugendstil, errichtet, das nach den Vorlieben von Elisabeth Jeliseyev entworfen wurde und an einen alten russischen Terem mit Zeltdächern, Türmen und Übergängen erinnerte. Später kamen Wirtschaftsgebäude und ein kleiner Park mit Blumenbeeten hinzu.

Jeliseyev war eine geschäftstüchtige Frau. Neben dem Anwesen baute sie Landresidenzen, die die Petersburger im Sommer gerne mieteten. Heute sind von diesen Bauten nur noch zwei Häuschen übrig. Außerdem wurden hier holländische Kühe sowie Hühner und Truthähne gezüchtet. In Belogorka fanden regelmäßig landwirtschaftliche Ausstellungen statt. Das Anwesen hätte weiter gedeihen können, aber 1918 wurde es nationalisiert und einer landwirtschaftlichen Kommune übergeben. Erstaunlicherweise wurde der ehemalige Wächter des Anwesens, Michail Starkov, zum Vorsitzenden.

Die schwersten Zerstörungen erlitt Belogorka während des Zweiten Weltkriegs. Während des Rückzugs der Truppen der 18. Armee der Wehrmacht wurde das Anwesen in Brand gesteckt. Heute versuchen engagierte Bürger, dieses Juwel des Siversky-Distrikts wiederherzustellen.

Geo-Punkt

Усадьба Елисеевых

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