Das Museum wurde am 24. November 1924 eröffnet, dank der Bemühungen der Mitarbeiter der Urschumer Abteilung für Volksbildung und der Landabteilung. In seinen Beständen befinden sich etwa 7.000 Exponate, darunter Sammlungen zur Ethnographie, Archäologie, Numismatik, Phaleristik, angewandter Kunst und Malerei. Unter ihnen sind 60 Gemälde mit Landschaften der Umgebung von Urschum, geschenkt von den Künstlern I. E. und A. I. Weprikow.
Das Gebäude des Museums, das 1907 erbaut wurde, war ursprünglich für eine Feuerwehr vorgesehen. Im Erdgeschoss befand sich die Feuerwehr, im Obergeschoss Klassen der Real-Schule, die im selben Jahr eröffnet wurde. Die Schule nutzte diesen Raum fünf Jahre lang, bis sie in ein speziell erbautes Gebäude umzog, das heute das Gymnasium ist. Im Jahr 1914 wurde hier eine Handwerkerschule untergebracht, und in den 20er Jahren eine Berufsschule, später eine Traktoristenschule, eine Mechanisierungsschule und die landwirtschaftliche Berufsschule Nr. 8.
Die moderne Ausstellung des Museums erstreckt sich über acht Säle. Die Gesamtfläche des Gebäudes beträgt 1.122 qm, von denen 800 qm für Ausstellungen und Expositionen reserviert sind. Im Naturraum werden grundlegende Informationen über die physisch-geografische Lage des Gebiets, das Klima, die natürlichen Ressourcen und deren Nutzung in der Wirtschaft präsentiert. Eine Diorama der Umgebung von Urschum und andere Illustrationen zeigen die Schönheit der lokalen Landschaften. Die Ausstellung des historischen Bereichs beginnt mit der Präsentation von Objekten der materiellen Kultur der alten Bewohner des Gebiets. Fragmente eines Bauernhofs und einer Hütte versetzen die Besucher ins 19. Jahrhundert und vermitteln Einblicke in das Leben und den Alltag der Bauern des Urschumer Kreises in der Zeit nach den Reformen. Die Innenräume eines Kaufmannshauses und von Geschäften rekonstruieren die Atmosphäre des Kaufmannslebens jener Zeit.
Ein erheblicher Teil der Ausstellung widmet sich dem modernen Zustand der Industrie und Landwirtschaft des Gebiets. Ein separater Abschnitt ist der Entwicklung von Kultur, Gesundheitswesen und Bildung gewidmet. Ein besonderer Platz im Museum nimmt die Diorama „Das Tal des Flusses Urzhumka bei der Stadt Urschum“ ein, die erste Erfahrung in der Schaffung von Landschaftsdioramen in den Museen der Region, erstellt von Spezialisten aus Leningrad.
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