← Zum Feed · Karte

Zuflucht für alte Krieger des Russisch-Türkischen Krieges

Фото 1
Der 1. Chvostov-Gässchen hat einen erheblichen Teil seiner vorrevolutionären Bebauung verloren, daher sticht das dreigeschossige, dunkelgrüne Haus aus den anderen Gebäuden hervor. Über dem Eingang befindet sich eine Ikone, die auf die Geschichte dieses Bauwerks hinweist.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde das Grundstück dem russischen Panteleimon-Kloster auf dem Berg Athos übergeben, das hier seine Niederlassung organisierte. Der Großteil der Räumlichkeiten wurde für wohltätige Zwecke genutzt und bot Obdach für alte Veteranen des Russisch-Türkischen Krieges von 1877-1878. Hier konnten die Veteranen, die bei Shipka gekämpft hatten, ihren Lebensabend in Ruhe verbringen. 1912 wurde für sie ein dreigeschossiges Gebäude nach den Plänen des Architekten D.D. Zverev, bekannt für seine Mietskasernen im Zentrum Moskaus und die Kirche in Maryina Roshcha, errichtet. Das Haus wurde mit glatten, dunkelgrünen Fliesen, bekannt als „Kabantschik“, verkleidet. Durch einen Bogen gelangt man in den Innenhof, wo sich ein weiterer Gebäudeteil der Niederlassung befindet.

Da viele der älteren Bewohner das Gelände nicht verlassen konnten, wurde 1913, anlässlich des 300-jährigen Bestehens des Hauses Romanow, hier eine Hauskapelle im Namen der Ikone der Gottesmutter „Schnelle Hilfe“ eingerichtet. Für sie wurde kein separates Gebäude errichtet: Die Kirche wurde im östlichen Teil des Hauses untergebracht und bot Platz für 350 Personen. Ihre Lage wird durch drei Fenster im dritten Stock markiert. Im Inneren befand sich ein vierstöckiger Ikonostase, und das Interieur war bescheiden, mit Kopien der verehrten Athos-Ikonen und Bildern der Schutzheiligen der Romanow-Dynastie.

Nach der Revolution wurde das Gebäude nationalisiert, das Asyl geschlossen und seine Bewohner umgesiedelt. Die Hauskapelle hörte um 1923 auf zu existieren, und ihre Innenräume gingen verloren. Das Gebäude wurde zu einem gewöhnlichen Wohnhaus, dann zu einem Studentenwohnheim, und in den 1990er Jahren wurden Büros darin eingerichtet. In den 2000er Jahren ging das Eigentum erneut an das Panteleimon-Kloster auf dem Athos zurück, und im Kiot über dem Eingang wurde das Mosaikbild der Gottesmutter wiederhergestellt.

Geo-Punkt

Убежище для престарелых воинов Русско-турецкой войны

Kommentare