Der Lebensweg der herausragenden russischen Ballerina Tamara Wladimirowna Tamanova ist ein leuchtendes Beispiel für das Schicksal unserer Landsleute zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Sie wurde am 2. März 1919 in einem Eisenbahnwagen geboren, in dem sich die Familie des Koltschak-Obersten Wladimir Dmitrijewitsch Chasidowitsch und seiner Frau Jewgenija Dmitrijewna befand. Tamara's Vater war Held dreier Kriege, Träger des Ordens des Heiligen Georgs 4. Klasse und talentierter Schriftsteller mit polnischen Wurzeln, seinen Nachnamen erhielt er von Pflegeeltern. Jewgenija Dmitrijewna trug vor der Ehe den Fürstennamen Tumanischwili, der zum Bühnenpseudonym ihrer Tochter wurde.
Tamara verbrachte ihr bewusstes Leben im Ausland. Ihre Eltern emigrierten nach China, und die Kindheit der zukünftigen Ballerina verbrachte sie in Shanghai. Inspiriert von den Tourneen von Anna Pawlowa, wählte die kleine Toma den Ballett als ihr Schicksal. 1925 zog die Familie nach Paris, wo Tamara in die Russische Ballettschule unter der Leitung von Olga Preobraženskaja eintrat. Bereits mit neun Jahren wurde sie bekannt, trat in den besten Pariser Balletten unter dem Pseudonym Tamarotschka Tamanova auf, und die Zeitungen schrieben über sie und sagten eine glänzende Zukunft voraus.
Mit 13 Jahren wurde Tamara eine der bekanntesten Ballerinen der Welt, trat in der Truppe des georgischen Fürsten Georgi Balanchine auf, und ihre Popularität wuchs von Jahr zu Jahr. Die Idee, eine Baby-Truppe zu gründen, gefiel dem Publikum, und sie besuchten gerne Aufführungen auf der ganzen Welt. Die erwachsene Tamara eroberte weiterhin die Herzen der Zuschauer in den USA und Europa, wo sie geliebt und bewundert wurde. Ihr ganzes Leben widmete sie dem Ballett. Tamara war einmal verheiratet, ließ sich aber nach zehn Jahren Ehe scheiden und versuchte nicht mehr, eine Familie zu gründen. Sie lebte 77 Jahre und starb am 29. Mai 1996. Sie wurde auf dem Friedhof „Hollywood Forever“ in Hollywood beigesetzt, aber ihr Andenken als eine der berühmtesten Ballerinen lebt bis heute weiter.
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