Einst wurde die Straße zwischen Moskau und Sankt Petersburg als Staatsstraße bezeichnet. Sie war eine wichtige Verkehrsader des Landes, die sorgfältig überwacht wurde. Doch die Idee, eine Straße mit Steinbelag zu schaffen, wurde erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts vorgeschlagen. Die Umsetzung des Projekts zog sich aufgrund des Russisch-Türkischen Krieges und der Napoleonischen Invasion hin, und die umfassende Renovierung der Strecke wurde erst unter Nikolaus I. abgeschlossen.
Die Straße wurde nach Entwürfen französischer Ingenieure gebaut. Der Trakt wurde mit Bruchsteinen gepflastert, die aufrecht gestellt wurden, darüber wurden zwei Schichten Schotter von jeweils 8 Zentimetern hinzugefügt, und an den Seiten wurden Bordsteine installiert. Dies verbesserte die Straße erheblich: Der Weg von Moskau nach Sankt Petersburg dauerte nun 3-4 Tage statt der früheren 5-6. Doch trotz der sorgfältigen Renovierung kamen einige Abschnitte der Straße dennoch in Mitleidenschaft, und die Reise zwischen den Städten wurde als „echte Qual“ beschrieben.
In den 1850er Jahren beschloss die russische Regierung, auf den französischen Ansatz zur Straßenrenovierung zu verzichten, und schloss einen Vertrag mit englischen Ingenieuren ab. Nach eingehender Untersuchung der schwierigen klimatischen Bedingungen kamen sie zu dem Schluss, dass der Boden die Hauptlast trägt. Ihre Methode bestand darin, eine 25 Zentimeter dicke Schicht Schotter auf den verdichteten Boden zu legen, gefolgt von einer weiteren Schicht Schotter mit einer Dicke von 15 Zentimetern.
Letztendlich stellte sich heraus, dass die englischen Ingenieure recht hatten: Die Straße wurde komfortabler und erforderte weniger Reparaturen. So blieb sie bis zur weit verbreiteten Verwendung von Asphalt. Übrigens wurde das erste Asphaltwerk in Russland 1873 bei Sysran eröffnet.
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