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Handelshaus Jabłokow (erstes Kino in Rostow)

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Im vorrevolutionären Zeitraum war das Handelshaus Jabłokow eines der bekanntesten Orte der Stadt Rostow am Don. Erbaut im Jahr 1898 nach einem Entwurf des bekannten Architekten Jewgeni Michailowitsch Gulin, ist es heute ein Denkmal des kulturellen Erbes von regionaler Bedeutung.

Das zweigeschossige Gebäude befindet sich an der roten Linie der Bolshaya Sadovaya Straße, zwischen dem Mietshaus von Kostanajew und dem berühmten Hotel „Moskowskaja“. In seiner Architektur vereinen sich Elemente der Elektrizität und des Jugendstils. Die Fassade des Gebäudes wird von großen Fensteröffnungen geschmückt. Im Erdgeschoss befinden sich die Schaufenster der Geschäfte, während die Fenster des zweiten Stocks reich verziert und von profilierten Archivolten umrahmt sind. Jeder Schlussstein wird von einem Kopf des Hermes in einem geflügelten Hut geschmückt, und die Wandflächen zwischen den seitlichen Fenstern sind mit einem plastischen Bild des Caduceus, des Hermes-Stabes, dekoriert. Auf den Lunetten der Fenster sind Hochreliefs zu verschiedenen Themen angebracht. Die Darstellungen von Hermes, dem Gott des Handels, an der Fassade des Handelshauses sind nicht zufällig. Der zentrale Teil des Gebäudes mit dem Haupteingang ist etwas abgesenkt, und die zentrale Fensteröffnung des zweiten Stocks ist in Form einer Loggia mit komplexer Konfiguration und einem kleinen Balkon gestaltet.

Vor der Revolution mieteten Handelsorganisationen das Erdgeschoss: die Aktiengesellschaft der Girard-Manufakturen und die Gesellschaft der Emil Zindel-Manufaktur. Der Keller beherbergte den Renkowskij Weinkeller „Fortuna“, dessen Eingang von der Nikolajewskij-Gasse war. Dort fanden oft Auftritte von Kabaretts und Theatergruppen statt. Im Jahr 1904 mietete R. Shtremer das zweite Stockwerk und eröffnete dort den ersten Elektrobiografen in Rostow am Don und einen der ersten im Süden Russlands, „Künstlerisch“, was durch eine Tafel am Gebäude belegt ist.

Im Jahr 1917 wurde der Elektrobiograf in das Kino „Olimp“ umbenannt, und bald darauf wurde das Handelshaus Jabłokow nationalisiert. Im Erdgeschoss wurden Geschäfte von Voentorg und Rospromtorg untergebracht. In den 1930er Jahren erhielt das Kino den Namen „Komsomolez“. Nach dem Krieg setzte es seine Arbeit fort, wurde jedoch in den 1990er Jahren geschlossen. Zur gleichen Zeit wurde das Gebäude nach dem Entwurf des Architekten E. G. Rekalo restauriert. Heute befinden sich in dem ehemaligen Mietshaus Jabłokow eine Bankfiliale und ein Supermarkt. Das Gebäude zieht weiterhin mit seiner Schönheit und majestätischen Ornamenten die Aufmerksamkeit auf sich.

Geo-Punkt

Торговый дом Яблоковых (первый ростовский кинотеатр)

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