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Tolstois Bibliothek in München (Deutschland)

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Im Jahr 1949 gründete eine Gruppe von Flüchtlingen aus der Sowjetunion eine kleine russische Bibliothek, die 1952 an das Amerikanische Komitee für Befreiung übergeben wurde. 1963 wurde die Bibliothek vom Tolstoi Hilfs- und Kulturwerk, e.V., dem deutschen Zweig der amerikanischen Tolstoi-Stiftung, übernommen. 1999 feierte die Bibliothek ihr 50-jähriges Jubiläum. In den vergangenen fünfzig Jahren hat die Tolstois Bibliothek und ihre Leser erheblich zur Erhaltung und Entwicklung der russischen Kultur außerhalb Russlands beigetragen. Für Emigranten, Exilanten, ehemalige Kriegsgefangene, Menschen, die Zwangsarbeit geleistet haben, und Flüchtlinge, die in der BRD leben, war und bleibt sie ein wichtiges kulturelles und spirituelles Zentrum. Für deutsche Wissenschaftler, Slawisten, Übersetzer und alle, die sich für die russische Kultur interessieren, dient die Bibliothek als Quelle für Arbeitsmaterial und als Schatzkammer literarischer Werte.

Seit 1985 hat sich die Zahl der Bibliotheksbesucher verfünffacht. Die Anzahl der entliehenen Bücher beträgt etwa 25.000, bei einer durchschnittlichen Besucherzahl im Lesesaal von 5.000 Lesern. Zu den traditionellen Besuchern der Bibliothek haben sich kürzlich jüdische Immigranten aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion, Umsiedler sowie Bürger der GUS, die sich auf Dienstreise befinden, Stipendiaten, Teilnehmer an Kulturprogrammen oder diejenigen, die aufgrund von Eheschließungen in Deutschland leben, gesellt. Das wachsende Interesse deutscher Leser und Teilnehmer an kulturellen Veranstaltungen hat es der Bibliothek ermöglicht, ein Ort angenehmer Begegnungen zwischen Russen und Deutschen zu werden.

Geo-Punkt

Толстовская библиотека в Мюнхене (Германия)

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