Die ersten steinernen Wohnräume im Zarenpalast, später Terem-Palast genannt, wurden in den Jahren 1635-1636 für Zar Michael Fjodorowitsch von den Steinmetzen Baschen Ogurtsow, Antip Konstantinow, Trefil Scharutin und Larion Uschakow errichtet. Grundlage für das neue dreigeschossige Gebäude war der untere Geschoss des nördlichen Teils des Palastes, der von Alevis im Jahr 1499-1508 erbaut und in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts aufgestockt wurde.
Die gestaffelte Struktur des neuen Bauwerks mit offenen Gullys, Plattformen, Treppen und Treppenhäusern spiegelt die Traditionen der russischen Holzarchitektur wider. Es war jedoch ein neuer Typ mehrstöckiger steinerner Wohngebäude, in dem die Anfänge der Flurstruktur der Innenräume entstanden, die für spätere Paläste charakteristisch ist.
Drei Galerien-Gullys umgaben den Palast auf den Geschossen: die untere Boyar-Plattform oder das Bett-Vorhaus befand sich auf der Ebene der Decke des alevisischen Untergeschosses, wo sich jetzt der Wladimir-Saal des Großen Kreml-Palastes befindet. Von dieser Ebene führte eine offene Treppe zum Vorderen Steinhof, der über den Gewölben der Meisterkammern angelegt wurde, auf denen die drei Etagen des Terem-Palastes errichtet wurden. Der Ausgang zum mittleren Gully wurde später mit einem goldenen Gitter verschlossen, einem einzigartigen Beispiel der Schmiedekunst. Auf der östlichen Seite der Terems befand sich das Vordere goldene Vorhaus, das in den zweiten Stock zu den königlichen Gemächern führte. Die letzte Ebene, der goldene Teremok, befindet sich im Zentrum des Gebäudes und ist von der dritten Plattform, dem Oberen Steinhof, umgeben.
Die Malerische und prächtige Erscheinung des neuen Palastes wird nicht nur durch die komplexe volumetrisch-planerische Lösung, sondern auch durch die reiche dekorative Gestaltung der Fassaden geschaffen. Profilierte Pilaster zwischen den Fenstern, geschnitzte und majolikaartige Gesimse, komplexe weiße Steinrahmungen der Öffnungen mit hängenden Gewichten und dreieckigen Giebeln, Fliesen und Schnitzereien in den Brüstungen der Gullys, vergoldete Dächer, all dies harmoniert mit der mehrfarbigen Bemalung der Wände und der weißen Steindetails, die bei der Restaurierung in den Jahren 1966-1969 wiederhergestellt wurden. Insgesamt erinnert der Palast an ein kostbares Schmuckstück.
Die ursprüngliche innere Ausstattung der Kammern, mit Ausnahme einzelner Fragmente, ist nicht erhalten geblieben und wurde unter der Leitung des Künstlers F.G. Solzow im Stil des 17. Jahrhunderts rekonstruiert. Diese Arbeiten wurden in den Jahren 1836-1837 bei der Restaurierung des alten Denkmals durchgeführt, das später Teil des neuen Komplexes der Palastgebäude beim Bau des Großen Kreml-Palastes wurde.
Heute dient der Terem-Palast im Rahmen des Großen Kreml-Palastes als Residenz des Präsidenten der Russischen Föderation.
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