Das Heilig-Seraphim-Frauenkloster, bekannt als Barbaras Wüste, liegt in der Nähe des Dorfes Tatyjanowka im Marjanowski-Kreis. Der Weg dorthin beginnt an einer asphaltierten Straße, umgeben von kleinen Kiefern, die von den Nonnen und Mönchen gepflegt werden. Das Kloster, das mit goldenen Kuppeln der Kathedrale und Kapellen über dem Birkenwald glänzt, ist immer für Besucher geöffnet. Es ist eines der jüngsten Klöster in der Region Omsk, das 2006 den Status einer Abtei erhielt. Trotz seiner Jugend erfreut sich das Kloster und seine Äbtissin, Äbtissin Warwara, der Liebe und des Respekts vieler Bewohner der Region. Mutter Warwara, die Gründerin der Abtei, verließ vor über dreißig Jahren das weltliche Leben und baute eine Kapelle zu Ehren der heiligen Märtyrerin Barbara in den Wäldern von Marjanowka.
Die Tat von Mutter Warwara zog Aufmerksamkeit auf sich, und bald versammelten sich Gläubige um sie, bereit, beim Bau des Klosters zu helfen. So begann die Geschichte des Heilig-Seraphim-Klosters, um das herum mit der Zeit weitere Kapellen entstanden. Auf dem Gelände des Klosters befindet sich die große Kirche des Heiligen Seraphim von Sarow. Mutter Warwara dient weiterhin als Äbtissin und arbeitet auf diesem heiligen Boden. Hierher zu kommen, um aus bloßer Neugier zu schauen, ist nicht möglich, denn die Nonnen sind ständig mit Arbeit beschäftigt. Man kann jedoch das Kloster besuchen und sich der Arbeit zum allgemeinen Wohl anschließen.
In der Speisehalle nimmt ein großes gesticktes Ikonenbild der Heiligen Dreifaltigkeit fast die Hälfte der zentralen Wand ein, sowie Ikonen der Mutter Gottes, des Seraphim von Sarow und der Xenia von St. Petersburg. Die Abtei hat 17 Kapellen, in denen nicht nur für die Hauptheiligen und 12 kirchliche Feiertage gebetet wird, sondern auch für 17 Märtyrer, die für den Glauben gestorben sind. Nicht jeder Kirchenmitarbeiter kann eine solche Last tragen, aber Mutter Warwara und ihre Schülerinnen bewältigen dies in Arbeit und Gebet. Daher kommen Pilger aus verschiedenen Regionen und dem nahen Ausland hierher, um den Einsiedlern zu huldigen und um göttliche Gnade zu bitten.
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