Das historische Museum in Sudak erzählt die Geschichte der Region von der Antike bis zur Gegenwart. Besucher erfahren von verschiedenen Völkern, die auf diesem Land lebten: den Taurern, Alanen, Griechen, Genuesen, Türken und Russen. In verschiedenen Epochen trug die Stadt die Namen Sugdeja, Surazh, Soldaia und Sudak.
Das Museum befindet sich in einem alten Herrenhaus, das einst dem deutschen Baron Funk gehörte. Das zweigeschossige Gebäude wurde im romantischen Stil mit Elementen der Neugotik erbaut: längliche Fenster mit abgerundeten Oberteilen, Türmchen und steinerne Dekoration.
Der deutsche Wissenschaftler Joachim Funk kam im 19. Jahrhundert nach Sudak und baute eine Villa, die zur architektonischen Perle der Stadt wurde. Er erforschte das heilende Klima der Krim und wollte ein Museum zur Geschichte der Stadt gründen, kam jedoch nicht dazu. Nach der Revolution wurde das Herrenhaus verstaatlicht. Einige Zeit stand es leer und verfiel. In den 30er Jahren verwandelten die sowjetischen Behörden es in ein Erholungsheim für Seeleute. Im Jahr 1996 wurde das Gebäude durch ein Feuer beschädigt.
Im 21. Jahrhundert wurde die Villa Funk zum historischen Museum. Bis 2005 wurde das Gebäude restauriert, das zweite Obergeschoss wurde neu aufgebaut. Touristen bemerken die geringe Größe der Ausstellung, beklagen sich jedoch über die Fülle an Informationen an den Ständen und das Fehlen von Audioguides. Einige finden die Ausstellung langweilig, aber für Schüler und Interessierte an der Geschichte der Region wird sie lehrreich sein.
Die Ausstellung des Museums umfasst vier Säle und beinhaltet 13 thematische Sammlungen.
Der erste Saal ist der antiken Geschichte von Sudak und der Region gewidmet. Hier sind archäologische Funde aus der Altsteinzeit und Artefakte aus der taurischen Siedlung sowie Befestigungen auf dem Berg Karau-Oba zu sehen.
Der zweite Saal umfasst den Zeitraum vom frühen Mittelalter bis zur Eingliederung der Krim in das Russische Kaiserreich. Hier kann man Artefakte sehen, die die Handelsmacht Sudaks demonstrieren, der im 8. Jahrhundert ein bedeutendes Handwerks- und Handelszentrum war. Auch Exponate, die mit der Sudak-Festung verbunden sind, byzantinische und goldene Horde Keramiken, armenische Kreuze und Ritterrüstungen sind ausgestellt.
Der dritte Saal ist der Russifizierung der Krim und den Menschen gewidmet, die zur Entwicklung von Kultur und Wirtschaft der Region beigetragen haben. Hier kann man über Graf Potemkin, Akademiker Pallas und Botaniker Steven erfahren. Im Saal sind auch Ecken mit rekonstruierten Zimmern und eine Sammlung, die dem Weinbau gewidmet ist, zu sehen.
Der vierte Saal erzählt von der Entwicklung Sudaks als Kurort vom Ende des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.
Um einen Kommentar zu hinterlassen, mit Google anmelden.