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Der alte Palast der Gräfin Jussupowa

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In Sankt Petersburg sind viele prächtige vorrevolutionäre Gebäude erhalten geblieben, aber der Palast der Gräfin Zinaida Jussupowa sticht selbst unter ihnen hervor und gilt als einer der schönsten. Er ist im seltenen architektonischen Stil der italienischen Renaissance erbaut, der selbst in der Vergangenheit nicht weit verbreitet war und heute noch seltener vorkommt. Die Bauherrin war die reichste Frau des Russischen Kaiserreichs, Zinaida Jussupowa, die keine Kosten scheute, um die besten Meister ihrer Zeit zu engagieren. Das Haus wurde vom herausragenden Architekten Gerald Andrejewitsch Bosse entworfen, und die Bauleitung hatte über sechs Jahre der bekannte Baumeister Ludwig Ludwigowitsch Bonstedt.

Im Jahr 1858 wurde der Bau des Palastes abgeschlossen, und seine Innenräume wurden auf hohem Niveau gestaltet. Äußerlich war das Gebäude eines der besten in der imperialen Hauptstadt und konnte in seiner Schönheit mit westeuropäischen Häusern konkurrieren. Neben dem Stil der italienischen Renaissance wurde sein Erscheinungsbild durch Elemente des Barock ergänzt, die Wände waren mit Sandstein verkleidet, und die Fassade war mit Säulen und Pilastern geschmückt. Über Medaillons und Deckenmalereien arbeitete der herausragende russische Künstler Nikolai Apollonowitsch Maikov, dessen Werke sehr beliebt waren. Das äußere Erscheinungsbild des Palastes war exquisit und geschmackvoll. Zinaida Jussupowa wählte persönlich die Innenräume aus, und alle bemerkten die besondere Schönheit einiger Räume, einschließlich der repräsentativen und Konzertsäle, in denen prächtige Empfänge stattfanden. Die Besitzerin des Hauses war unter dem russischen Adel beliebt, und viele waren bei ihr zu Gast. Hier begann auch das Leben des letzten Besitzers des Palastes, Felix Jussupow.

In Friedenszeiten befand sich im Haus der Jussupows ein Theater, und mit dem Beginn des Ersten Weltkriegs wurde das Gebäude als Krankenhaus genutzt, das auf Spenden der Jussupows betrieben wurde. Nach der Revolution wurden die verwundeten Soldaten schnell aus den luxuriösen Räumen vertrieben, und der Palast wurde viele Jahre für die Unterbringung von Propagandainstitutionen genutzt. Heute befindet sich darin ein Institut.

Geo-Punkt

Старинный особняк графини Юсуповой

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