Die alte Stadt Pskow, bekannt für ihre zahlreichen Sehenswürdigkeiten, hebt sich durch die einzigartige Pskower Architekturschule hervor. Eine dieser Sehenswürdigkeiten sind die Pogankin-Hallen, die ihren ungewöhnlichen Namen zu Ehren des Gründers und ersten Eigentümers, Sergej Ivanowitsch Pogankin, erhielten.
In jenen Zeiten wurden die meisten Wohngebäude aus Holz gebaut, während Stein und andere robuste Materialien hauptsächlich für Kirchen und Klöster verwendet wurden. Doch die Familie Pogankin, die über ausreichende Mittel verfügte, entschied sich, ihr Anwesen aus Kalksteinplatten zu errichten, was dieser Sehenswürdigkeit eine besondere Einzigartigkeit verleiht. Es ist eines der ältesten Anwesen nicht nur in der Region, sondern auch in Russland.
Der Bau der Pogankin-Hallen begann im Jahr 1671 und wurde 1679 abgeschlossen. Während des Bauprozesses wurden drei Gebäude errichtet: das höchste, dreigeschossige, befindet sich im Westen, das südliche Gebäude hat zwei Etagen, und das östliche nur eine. Die Hallen gehörten drei Generationen der Familie Pogankin, danach erlosch das Geschlecht, und das Anwesen ging an den Vizegouverneur von Nowgorod, Jakow Nikititsch Korsakow, über. Über 250 Jahre lang war es im Besitz des Militärs. Im Jahr 1900 wurde beschlossen, ein Museum der Archäologischen Gesellschaft zu eröffnen, das auf Befehl von Kaiser Nikolaus II. in den ehemaligen Pogankin-Hallen untergebracht wurde. Diese Entscheidung wurde getroffen, weil auf dem angrenzenden Gelände zahlreiche archäologische Funde entdeckt wurden, und in den Hallen selbst befindet sich jetzt ein historisch-architektonisches und künstlerisches Museum-Reservat.
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