Das zweigeschossige Gebäude mit Mezzanin, das an der roten Linie der Großen Nikolovorobinsky-Gasse liegt, ist ein wichtiger Teil des Ensembles der Stadtresidenz M.G. Spiridov und F.K. Ryuchardt. Das Gebäude umfasst ein vollwertiges Erdgeschoss, ein Halbuntergeschoss und einen kleinen Anbau. Es wird von einem dreieckigen Giebel mit einem runden Dachfenster abgeschlossen.
Im 19. Jahrhundert vereinte das Gebiet, auf dem sich das Haus befindet, drei historische Parzellen. Die endgültigen Grenzen des Grundstücks wurden Ende des 19. Jahrhunderts festgelegt: Im Norden grenzt es an die Kleine Nikolovorobinsky-Gasse, im Süden an die Serebryanicheskaya-Gasse, im Osten an die Große Nikolovorobinsky-Gasse, im Nordwesten an den Yauza-Boulevard und im Südwesten an die Yauza-Straße.
Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts hatte sich das Gebiet als Stadtresidenz herausgebildet, deren Bebauung bis heute erhalten geblieben ist. Alle Gebäude hier sind Objekte des kulturellen Erbes.
In den 1790er und 1810er Jahren gehörte fast das gesamte Gebiet der Stadtresidenz des wirklichen geheimen Rates M.G. Spiridov, dessen Bauten im Brand von 1812 zerstört wurden. Nach der Teilung ging das Grundstück an die Kaufmannswitwe Anna Antonowna Rudakowa über. Ende der 1810er und in den 1820er Jahren wurde der östliche Teil des Hauses erbaut. Auf den Plänen der 1830er Jahre wird das Gebäude als Holzbau mit Mezzanin und steinernem Keller verzeichnet. In den Jahren 1865-1866 wurde auf Wunsch von Rudakowa ein Anbau von der Hofseite hinzugefügt: „ein einstöckiges Holzgebäude mit Mezzanin auf einem steinernen unbewohnten Keller“.
Im Jahr 1887 verkauften die Erben von Rudakowa das Anwesen an die Frau eines preußischen Untertanen, Fanni Karlowna Ryuchardt. Sie erhielt die Genehmigung zur Reparatur der Öfen und zur Vertiefung des steinernen Kellergeschosses mit der Einrichtung von Gewölben zwischen dem Keller und dem ersten Stock. Zur gleichen Zeit wurde die Hauptfassade unter der Leitung des Architekten V.A. Kossov erneuert. In den 1880er und 1890er Jahren war das Haus das Hauptgebäude der Residenz, wurde dann als Flügel zur Vermietung genutzt und nach 1910 in eine Klinik von Dr. von Schiman umgebaut.
Bis heute hat das Gebäude sein historisches Volumen und die architektonische Gestaltung der Fassaden bewahrt. Ihre Komposition gehört zur früheren Empire-Periode, und die dekorativen Elemente sind im eklektizistischen Stil ausgeführt.
Das Gebäude erfüllt weiterhin eine medizinische Funktion. Hier befindet sich die Unterstation Nr. 21 der Notfallmedizinischen Station A.S. Puchkov, eine Filiale der Unterstation Nr. 14. Dies ist die kleinste Unterstation in Moskau, aber sie liegt am nächsten zum Kreml. Die Innenräume sind modern gestaltet, und im Keller sind die gewölbten Decken erhalten geblieben.
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