Die Heilig-Georgs-Kathedrale, auch bekannt als Kathedrale zu Ehren des heiligen Märtyrers Georg "über dem Hang", wurde 1701 erbaut. Laut Überlieferung wurde der Bau von dem Landältesten Ivan Kirillovich Korobov geleitet. Im lokalen Dialekt bedeutet "Hang" einen Abhang, was den Namen erklärt, der mit den Besonderheiten des Geländes verbunden ist. Der Tempel ist im Stil des "moskowitischen Barock" gestaltet und zeichnet sich durch schlanke Proportionen und reiche architektonische Verzierungen aus. Die äußere Dekoration ist fast vollständig erhalten.
Das Gebäude des Tempels ist aus Stein, zweigeschossig, mit einem vierseitigen Dach und fünf Kuppeln. Im oberen Stockwerk befinden sich Galerien, die auf vier romanischen Bögen ruhen, durch die Licht in die Fenster des unteren Stockwerks strömt. Ursprünglich waren die Galerien offen, wurden jedoch 1776 mit einem Dach versehen, das von fünf quadratischen Säulen auf jeder Seite gestützt wird. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Galerien verglast. Zu den oberen Etagen und Galerien führen Treppen von beiden Seiten.
Der Altar ist ein einheitlicher Raum mit traditioneller dreigeteilter Aufteilung. Der obere Tempel wurde 1766-1767 bemalt, was durch Inschriften im Altar und an den Wänden bestätigt wird. Während der Restaurierung 1880-1881 wurde die Malerei gereinigt und erneuert und anschließend mehrfach aufgefrischt. Der Ikonostase des oberen Tempels ist fünfstöckig und im Stil des "moskowitischen Barock" gestaltet.
Im zweiten Stockwerk befindet sich eine Kapelle zu Ehren der Erhebung des Kreuzes des Herrn. Im ersten Stockwerk gibt es drei Kapellen: die südliche zu Ehren des Ikone der Gottesmutter "Lindere meine Sorgen", die nördliche im Namen Johannes des Täufers und die Hauptkapelle im Namen des heiligen Märtyrers Georg von Kaluge.
Der Glockenturm der Kathedrale ist im Stil des 17. Jahrhunderts ausgeführt, mit einem achteckigen Oberbau auf einem dreigeschossigen quadratischen Sockel und einem hohen Zeltdach. Auf dem Dach sind symmetrisch doppelte quadratische und runde Lichtfenster angeordnet.
Von 1926 bis 1999 hatte die Georgskirche den Status einer Kathedrale, bis die Dreifaltigkeitskathedrale geschlossen wurde. Nach ihrer Wiederherstellung behielt der Tempel den Status einer Kathedrale. Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Georgskirche von dem heiligen Gerechten Johannes von Kronstadt besucht.
Seit 2007 ist die Kirche des heiligen Märtyrers Georg von Kaluge offiziell in den Besitz der Orthodoxen Kirche übergeben worden.
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