Die Schicksale der ehemaligen Dreifaltigkeitskirche, die heute als Kirche der Sophia, der Weisheit Gottes, bekannt ist, und der Sophia-Kirche, die jetzt Nikolauskirche genannt wird, sind nicht nur aufgrund der ähnlichen Namen eng miteinander verwoben. Beide Kirchen waren die größten und wichtigsten in ihrer Stadt. Die Sophia-Kirche zeichnete sich durch ihre beeindruckenden Maße aus: Es war ein fünfkuppeliges Gebäude im "Terem"-Stil mit fünf Altären. Ihr Glockenturm, etwa dreißig Meter hoch, erhob sich einst über Laishево, ist aber bis heute nicht erhalten geblieben. Beide Kirchen wurden in der Sowjetzeit fast gleichzeitig geschlossen, jedoch zog sich die Wiederherstellung der Nikolauskirche hin und ist bis heute nicht abgeschlossen. Die alte Sophia-Kirche, die 1767 erbaut wurde, ist deutlich älter als die heutige. Sie wurde aus Stein errichtet, ohne die Phase des Holzbaus, und ihr Bau wurde dem erwarteten Besuch von Kaiserin Katharina II. gewidmet. Im Jahr 1780, als Laishево zur Kreisstadt wurde, erhielt die Kirche den Status einer Kathedrale. Doch das Gebäude war nicht ewig, und bis 1853 war es so baufällig, dass es abgerissen wurde. An seiner Stelle wurde 17 Jahre später mit staatlichen Mitteln eine neue Steinkathedrale erbaut, die zu Ehren des früheren geweiht wurde.
Ein Vierteljahrhundert nach der Schließung der Kathedrale und dem Abnehmen der Glocken wurde in ihrem Gebäude das Kino "Zarja" untergebracht. Der Zuschauerraum wurde in der Sakristei eingerichtet, und im Vorraum gab es ein Buffet und Toiletten. Zu dieser Zeit verlor der Tempel die Trommeln, Kuppeln und oberen Ebenen des Glockenturms. Erst im September 2013 wurde die Kathedrale den Gläubigen zurückgegeben, erneut geweiht und für den Gottesdienst geöffnet. Heute finden hier Restaurierungsarbeiten statt. Die Bauarbeiter und Restauratoren bemühen sich, der Kathedrale ihr früheres Aussehen zurückzugeben und sie noch schöner zu machen. Ursprünglich war es ein massives Gebäude mit einem quadratischen Grundriss, drei halbrunden Apsiden, einer einstöckigen Sakristei und einem Glockenturm. Die Fenster der Sakristei hatten eine bogenförmige Form, während die unteren Ebenen des Glockenturms und der Apsiden rechteckig waren. In der dekorativen Gestaltung des Tempels lag ein klarer Schwerpunkt auf der Architektur der russischen Terem-Kirchen des 17. Jahrhunderts, was beispielsweise an den Reihen der Kokoshniki zu erkennen ist. Eine besondere Sehenswürdigkeit der Kathedrale sind die einzigartigen Malereien der Innenräume, darunter Werke des talentierten mordwinischen Malers und Bildhauers Stepan Dmitrijewitsch Erzi. Erstaunlicherweise sind von allen Wandmalereien der Kathedrale gerade seine Werke erhalten geblieben, die nach eigenen Skizzen auf vier Säulen der zweiten Ebene des Tempels ausgeführt wurden. Darauf sind 16 Figuren christlicher Heiliger abgebildet.
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