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Sibirjakow Innokentij Michailowitsch

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Im Jahr 1875 sah sich der Direktor des klassischen Gymnasiums an der Ligowka in Sankt Petersburg ernsthaften finanziellen Problemen gegenüber. Die Schule war verschuldet und konnte ihre Rechnungen nicht bezahlen. Da bot einer der Schüler, der Sohn eines irkutskischen Kaufmanns, an, die Bildungseinrichtung zu kaufen. Er tat dies nicht nur, sondern führte auch Renovierungen durch, kaufte Möbel und Schreibwaren. Dieser Schüler war Innokentij Sibirjakow.

Sein Vater, der an dem Fluss Bodaibo große Goldvorkommen entdeckte, wurde wohlhabend, gab sein Geld jedoch weise aus: Er gründete eine Fabrik und investierte in die Produktion. In Russland galt Sibirjakow als einer der reichsten Goldproduzenten und hinterließ seinen Söhnen, einschließlich Innokentijs, ein großes Erbe. Mit diesen Mitteln kaufte Innokentij das Gymnasium zurück. Zeitgenossen erinnerten sich an ihn als einen ungewöhnlichen Wohltäter. Zunächst spendete er Geld für den Bau von Krankenhäusern, Schulen, Universitäten und Theatern, wofür er gelobt wurde.

Später jedoch begannen einige Menschen, die von seiner Großzügigkeit wussten, um Geld für persönliche Bedürfnisse zu bitten. Es nahm absurde Ausmaße an: Vor seiner Wohnung in der Gorochowaja-Straße bildeten sich Schlangen, und auf die Frage "Wofür brauchen Sie das Geld?" antworteten einige: "Für Alkohol!" Innokentij Michailowitsch gab, indem er sagte: "Wenn jemand fragt, braucht er es, warum sollte ich nicht geben, wenn ich nicht arm bin." Er lebte selbst bescheiden: Er hatte keine teuren Kutschen, trug einfache Kleidung, führte keinen luxuriösen Lebensstil und mietete eine bescheidene Wohnung. Man nannte ihn "der schüchterne irkutskische Kaufmann".

Vor seinem Tod widmete sich Innokentij Michailowitsch vollständig dem Christentum, übertrug alle Fabriken auf seine Brüder, verteilte 420.000 Rubel an die Arbeiter als Renten und zog nach Griechenland. Dort gründete er die Kathedrale des Apostels Andreas. Auf dem Heiligen Berg Athos starb Sibirjakow 1901 im Alter von 41 Jahren. Drei Jahre später, nach dem Brauch von Athos, wurden seine Überreste aus der Erde geholt. Das Fleisch war vollständig zersetzt, und die Knochen hatten eine bernsteinfarbene Honigfarbe angenommen, was der Überlieferung nach auf die besondere Rechtschaffenheit des Menschen hinweist.

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