In einigen Werst von Bozhonka liegt das alte Dorf Scheltemesch. Historiker glauben, dass der Name „schel do mezhi“ auf den Halt der tatarisch-mongolischen Truppen an einer natürlichen Barriere hinweist. 1887 wurde hier eine Frauen-Gemeinschaft gegründet, die 1906 zum Auferstehungs-Kloster wurde.
Die Hauptheiligkeit des Klosters war das wundertätige Ikone der Gottesmutter von Schestokow. Der Legende nach wurde sie am 6. März 1770 in Moskau bei dem Sekund-Major Nikolai Dmitrievich Skripitsyn gefunden. Eines Nachts sah eine selige Jungfrau, die in seinem Haus lebte, im Traum eine strahlende Rolle im Schornstein. Bald fiel ein Bündel Leinwand heraus, das entfaltet wurde und das Bild der Gottesmutter mit dem Kind zeigte. Dieses Ikone wurde zum Familienerbstück, und nach dem Tod des Besitzers wurde sie der Kirche des Dorfes Scheltemesch, dem Stammhaus der Skripitsyns, übergeben. Daher der zweite Name der Ikone, Scheltemeschskaja.
Durch die Gebete der Gläubigen zeigte die Ikone Wunder der Heilung. Sie wurde in die Auferstehungskathedrale gebracht, von der heute nur Fragmente erhalten sind, im Scheltemesch Frauenkloster. Im Kloster gab es auch eine Schule für Kinder und ein Altersheim für Senioren. Die Äbtissin mit den Schwestern und dem Seelsorger lasen den Akathist vor der Ikone, die mit einem kostbaren Gewand geschmückt war, und am 6. März, dem Tag der Verehrung des Bildes, wurde sie aus der Kirche für den Kreuzgang ins benachbarte Dorf Bozhonka getragen. Zu dem Fest versammelten sich viele Menschen aus den umliegenden Dörfern. Die Verehrung der Schestokowskaja Ikone wurde im Laufe der Zeit zur allgemeinen Kirchenverehrung. Die Ikone ist im barocken Stil des späten 18. Jahrhunderts ausgeführt, mit Attributen der Herrschaft, die den Status der Gottesmutter als Königin des Himmels und des Gottessohnes Christus als König der Könige betonen. Dieses Bild symbolisiert den mystischen Schutz über Russland.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.
Um einen Kommentar zu hinterlassen, mit Google anmelden.