Das Sernur Heimatmuseum wurde auf Beschluss des Rates der Arbeiterabgeordneten der Mari ASSR in der Sitzung des Exekutivkomitees des Sernur Bezirksrates gegründet, wie im Protokoll Nr. 11 vom 21. Oktober 1984 festgehalten. Ziel der Gründung des Museums war die Verbesserung der patriotischen und kommunistischen Erziehung der Jugend und der Arbeiter des Bezirks. Im April 1985 erhielt das Museum ein zweigeschossiges Holzgebäude, das 1896 in der Sowetskaja Straße erbaut wurde. Zuvor befanden sich in diesem Gebäude pädagogische Kurse, ein pädagogisches Technikum bis 1953 und die Sernur Mittelschule bis 1976. Bis 1984 war das Gebäude im Besitz der Sernur SPtU-30. Die Leitung des Museums wurde Galina Ivanovna Martyanova, einer ehemaligen Lehrerin und Heimatforscherin, anvertraut. Trotz fehlender Erfahrung und Materialien sowie der Tatsache, dass sich in dem Gebäude Wohnräume befanden, nahm sie die Herausforderung an. Nur der Abstellraum und der Holzschuppen waren frei. Doch Galina Ivanovna hatte den großen Wunsch, das Gedächtnis für zukünftige Generationen zu bewahren. Sie sammelte über 500 Exponate, darunter alte Bücher, historische Dokumente und wertvolle Dinge bekannter Persönlichkeiten. Jedes Exponat hatte seine eigene Geschichte. Die offizielle Eröffnung des Museums fand am 26. Februar 1986 statt, wo die Besucher eine Ausstellung von Produkten lokaler Unternehmen und die ersten Exponate sahen. Galina Ivanovna Martyanova wurde die erste im Dorf, die den Titel „Ehrenbürgerin von Sernur“ erhielt.
Von 1990 bis 1998 war das Sernur Museum eine Filiale des Nationalmuseums der Republik Mari El benannt nach T. Evseev in Yoshkar-Ola, das methodische Unterstützung bot. 1992 erhielt das Museum den Namen des mariischen Aufklärers und Schriftstellers Alexander Fyodorovich Konakov, der aus dem Dorf Kupsola im Sernur Bezirk stammt. Bis 2011 war das Museum Teil der kommunalen Kultureinrichtung des Sernur Bezirks der Republik Mari El „Kulturabteilung“. Seit Februar 2011 wurde es in die kommunale Haushaltskultureinrichtung des Sernur Bezirks „Sernur Museum- und Ausstellungskomplex benannt nach Alexander Konakov“ umbenannt und setzt seine Tätigkeit auf der Grundlage der Satzungsdokumente fort.
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