Die Liebesgeschichte des Donkosaken Grigori Melechow und Aksinja hat längst die Grenzen der Buchseiten überschritten und ist zum Thema verschiedener kreativer Richtungen geworden. In Russland gibt es zahlreiche Denkmäler für dieses kasachische Romeo und Julia, aber das bekannteste befindet sich im Dorf Weschenskaja, das als Vorbild für den Weiler Tatarskij dient. Heute erzählen wir von diesem Denkmal.
Die Idee zur Schaffung des Denkmals für Aksinja und Grigori entstand bereits zu Lebzeiten von Scholochow. Heute wollen wir nicht über die Urheberschaft von „Der stille Don“ diskutieren, sondern einfach die Geschichte der Existenz dieses großartigen Denkmals genießen, dessen Entwurf 1957 von dem Bildhauer Mozaev erstellt wurde. Erst 26 Jahre später, nach harter Arbeit, wurde die Skulptur gegossen. Ursprünglich war geplant, dass Melechow auf einem arabischen Pferd dargestellt wird, aber dieser Fehler wurde korrigiert, und in der endgültigen Version erscheint Grigori auf einem Don-Pferd. In Bronze wird die Szene lebendig, die zu Beginn des Liebeswegs der Hauptfiguren von „Der stille Don“ stattfand, als Grigori Aksinja mit einem Tragkorb traf. Wenn man das Denkmal betrachtet, erinnert man sich unwillkürlich an ihren Dialog.
Nach Abschluss der Arbeiten wurde das 12 Tonnen schwere Denkmal 1983 in Rostow am Don gegenüber dem Flusshafen aufgestellt, aber 1995 wurde es nach Weschenskaja versetzt. Seitdem befindet sich die Skulptur auf der hohen Don-Ufer, wo die Ereignisse des Romans „Der stille Don“ stattfanden. Dabei ist die Authentizität des Bildes der Dorfbewohner jener Zeit hervorzuheben.
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