Arkadi Alexandrowitsch Rylow war ein herausragender russischer und sowjetischer Künstler, der sich auf Landschaften spezialisierte, sowie Grafiker und Pädagoge. Er war Mitglied von Vereinigungen wie "Welt der Kunst", "Vereinigung russischer Künstler" und AHRR und war einer der Gründer des Leningrader Künstlerverbands. Rylow unterrichtete am Leningrader Institut für Malerei, Bildhauerei und Architektur der Allrussischen Akademie der Künste und erhielt 1935 den Titel eines Verdienten Kunstschaffenden der RSFSR.
Arkadi Rylow wurde 1870 im Dorf Istobenka in der Region Kirov geboren. Er wuchs in einer Stiefvaterfamilie auf, da sein leiblicher Vater an einer psychischen Erkrankung litt. Sein Bruder, Hermann Alexandrowitsch Rylow, wurde Pianist und Pädagoge und gründete die erste proletarische Musikschule in Wjatka, die heute als erste Musikschule für Kinder in Kirov bekannt ist.
Rylow erhielt seine Ausbildung in Sankt Petersburg, zunächst an der Zentralen Schule für Technisches Zeichnen des Barons A. L. Stiglitz und bei Konstantin Kryzhitsky. Nach seinem Militärdienst setzte er seine Ausbildung an der Höheren Kunstschule der Kaiserlichen Akademie der Künste unter der Leitung von A. I. Kuindzhi fort. 1915 wurde ihm der Titel eines Akademikers der Malerei verliehen. In den Umgebung von Petersburg und Finnland schuf er zahlreiche Gemälde und Skizzen, die sich durch eine charakteristische Farbpalette auszeichnen. Rylow arbeitete auch als Illustrator, schrieb Essays über die Natur und leitete die Gesellschaft der Künstler namens A. I. Kuindzhi. Ab 1902 unterrichtete er "Tierzeichnungsunterricht" an der Zeichenschule der Gesellschaft zur Förderung der Künste und ab 1917 an der Akademie der Künste, wo er 1918 Professor wurde.
Nach der Revolution setzte Rylow seine kreative und pädagogische Arbeit aktiv fort. A. A. Fjodorow-Dawydow bezeichnete ihn als "herausragenden sowjetischen Landschaftsmaler", und sein Gemälde "Im blauen Raum" (1918) galt als Beginn der Geschichte der sowjetischen Malerei. Ab 1932, nach der Gründung des LOSSH (Leningrader Künstlerverband), nahm Rylow an allen großen Ausstellungen teil, beginnend mit der Ersten Ausstellung der Leningrader Künstler im Jahr 1935. Seine Arbeiten hatten einen erheblichen Einfluss auf die Entwicklung der Leningrader Landschaftsmalerei in den 1920er und 1930er Jahren.
Als Professor an der LIJSA leistete Rylow einen bedeutenden Beitrag zur Ausbildung neuer Künstlergenerationen und beeinflusste die Entwicklung der sowjetischen Landschaftsmalerei. Zu seinen Schülern gehörten Meister wie A. M. Gritsai, B. V. Scherbakov und N. E. Timkow. Der bekannte Leningrader Künstler N. N. Galachow betrachtete Rylow als seinen "Lehrer" und "Lieblingskünstler", obwohl seine Ausbildung und Kreativität in die Nachkriegsjahre fielen.
Arkadi Alexandrowitsch Rylow starb am 22. Juni 1939 in Leningrad.
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