Der Friedhof wurde Anfang der 1920er Jahre am Hang eines Berges neben der Kirche zum Heiligen Christgeburt gegründet. Die ersten heute bekannten Beisetzungen stammen aus April 1922. Hier wurden russische Militärs, Emigranten und Invaliden beigesetzt, die im Heim des Russischen Roten Kreuzes für verwundete und alte Krieger bei der Kirche lebten. Unter den Beigesetzten waren überwiegend Generäle und Stabsoffiziere, aber auch Oberoffiziere und Soldaten, hauptsächlich Kosaken aus den russischen Kosakendörfern in Bulgarien. Die meisten von ihnen waren Veteranen des Russisch-Türkischen Krieges von 1877-1878, die nach dem Bürgerkrieg in Russland nach Bulgarien kamen. Sie erhielten Renten von der bulgarischen Regierung und viele wurden mit bulgarischen Orden zum 50. Jahrestag der Unabhängigkeit des Landes ausgezeichnet. Ein weiterer Teil der Beigesetzten bestand aus Soldaten der Russischen Kaiserlichen Armee, der Streitkräfte des Südens Russlands, der Russischen Armee unter Baron P. N. Wrangel und der Don-Armee. Der Friedhof war bis Mitte der 1950er Jahre in Betrieb. In 30 Jahren wurden dort etwa 200 Personen beigesetzt. Heute ist das Gelände des Friedhofs stark mit Bäumen und Sträuchern bewachsen, was es praktisch unpassierbar macht. Dennoch sind auf dem Friedhof Dutzende von Grabsteinen erhalten geblieben. Trotz der Lage an einem der beliebten Touristenziele Bulgariens wurde der Friedhof nie in touristische Routen aufgenommen.
Seit 2010 hat der Schriftsteller und Fernsehmoderator aus Weißrussland Wjatscheslaw Bondarenko, ein Nachkomme eines der beigesetzten Offiziere, zusammen mit Enthusiasten aus Bulgarien, Russland und der Ukraine ein Projekt zur Pflege und Memorialisierung des Friedhofs gestartet. Es wurden genaue Daten über mehr als 400 beigesetzte Personen gesammelt.
Am 20. Juni 2013 wurde in Bulgarien ein Initiativkomitee zur Wiederherstellung des Friedhofs gegründet, und die Arbeiten zur Gestaltung begannen. Am 14. August 2013 wurde eine landesweite Kampagne zur Wiederbelebung des Friedhofs ausgerufen und ein Spendenkonto zu diesem Zweck eröffnet.
Am 27. Februar 2014 wurde am Eingang des Friedhofs in Anwesenheit von Vertretern der Stadtverwaltung von Schipka und des Abtes des Schipka-Klosters zum Heiligen Christgeburt ein Gedenkzeichen feierlich eröffnet und geweiht.
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