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Alexander I. Pawlowitsch

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Alexander I wurde am 12. Dezember 1777 geboren. Sein Vater war Kaiser Paul I. Sofort nach der Geburt nahm die Kaiserin ihren Enkel zur Erziehung, in der Überzeugung, dass sie ihn selbst zu einem idealen Herrscher machen würde. Ursprünglich glaubte Alexander an die Schaffung einer idealen und humanen Gesellschaft. Er stand den Ideen der Französischen Revolution wohlwollend gegenüber, strebte danach, den staatenlosen Polen zu helfen, und betrachtete die russische Autokratie mit Misstrauen. Doch im Laufe der Zeit änderten sich seine Ansichten. In der Nacht vom 11. auf den 12. März 1801 wurde Paul I. infolge eines Palastputsches ermordet, und Alexander I. wurde der neue Kaiser von Russland. Er litt sehr unter dem Tod seines Vaters, und das Schuldgefühl verfolgte ihn sein ganzes Leben lang. Zu Beginn seiner Herrschaft strebte Alexander I. danach, die Fehler seines Vaters zu korrigieren. Der Hauptgrund für die Unzufriedenheit war die Entziehung der Privilegien des Adels, und er stellte deren Rechte sofort wieder her. In dieser Zeit war die Innenpolitik liberal geprägt. Alle, die unter Paul I. in Ungnade gefallen waren, erhielten Amnestie. Der Zar erlaubte freie Reisen ins Ausland, lockerte die Zensur und brachte die ausländische Presse ins Land zurück. Unter Alexander I. wurde eine umfassende Reform der Staatsverwaltung durchgeführt. Eine wichtige Rolle in seiner Politik spielte die Bauernfrage. Indem er dem Adel Privilegien gewährte, strebte er danach, die Lage der Bauern zu verbessern. Das Dekret von 1801 erlaubte Kaufleuten und Bürgern, freies Land für wirtschaftliche Aktivitäten zu erwerben, wodurch das Monopol des Adels auf Land gebrochen wurde. 1803 wurden die „freien Landwirte“ eingeführt, als ein Grundbesitzer einen Leibeigenen gegen Zahlung eines Lösegeldes befreien konnte. Auch eine Reform der Volksbildung wurde durchgeführt. Der Kaiser erkannte den Mangel an qualifiziertem Personal und schuf ein Bildungssystem mit vier Stufen. An der Spitze jedes Kreises standen Universitäten, die Personal für alle Ebenen von Bildungseinrichtungen bereitstellten. Unter Alexander I. wurden fünf Universitäten sowie zahlreiche Gymnasien und Schulen eröffnet. Im Juni 1812 begann der Vaterländische Krieg. Der Kaiser nahm wenig an der Planung und Durchführung der Kampfhandlungen teil und ernannte Michail Kutusow zum Befehlshaber der russischen Armee, der die Aufgabe erfolgreich bewältigte. Es wird angenommen, dass Alexander I. 1825 in Taganrog starb. Sein schneller Tod gab Anlass zu vielen Gerüchten. Lange Zeit gab es die Legende, dass in Taganrog eine andere Person beerdigt wurde und der Kaiser selbst weiterhin als alter Einsiedler durch das Land wanderte.

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