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Orthodoxe Kirche des Heiligen Nikolaus

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Nikolaus der Wundertäter, einer der am meisten verehrten Heiligen in der russischen Tradition. Im 4. Jahrhundert lebte er in Lykien, einem alten Land, und war Bischof der Stadt Myra, die heute Demre heißt und in der Türkei liegt. Heute werden die Reliquien des Heiligen in der italienischen Stadt Bari, in der Basilika des Heiligen Nikolaus, aufbewahrt. Dort befindet sich auch die orthodoxe Kirche des Heiligen Nikolaus, von der hier die Rede sein wird.

Die Geschichte ihrer Gründung begann 1911, als die Kaiserliche Orthodoxe Palästinensische Gesellschaft das Bargrad-Komitee gründete. Die Hauptidee bestand darin, einen Ort zur Unterbringung von Pilgern aus Russland zu schaffen und ihre Bedürfnisse zu befriedigen. Der Schirmherr des Projekts war Nikolaus II.

Kirchliche Spenden wurden im ganzen Land gesammelt. Das Grundkapital bestand aus Mitteln, die zuvor für die Wiederherstellung der Kirche in Myra Lykias gesammelt worden waren. Aufgrund langwieriger Verhandlungen und fehlender klarer Perspektiven wurden diese Gelder jedoch für ein neues Projekt umgeleitet.

Um Land zu kaufen, reiste der Protopresbyter Ioann Wostorgow nach Italien, der ein Grundstück von 1,2 Hektar erwarb. Die Planung wurde Alexei Schussew, einem bekannten Spezialisten für altrussische Kirchenarchitektur, anvertraut, und die Arbeiten wurden von Ingenieur N. Rikko geleitet. Im Winter 1913 wurde die hölzerne Kirche geweiht, und im Sommer 1914 konnten bereits 20 bis 30 Personen auf dem Gelände untergebracht werden. Während des Ersten Weltkriegs wurde das Asyl zu einem Punkt für Flüchtlinge, aber die Arbeiten gingen weiter. Die ersten Steinbauten wurden bis 1921 fertiggestellt.

Nach der Revolution begannen Streitigkeiten um das Eigentum der Kirche, und 1937 fiel sie unter die Jurisdiktion der italienischen Behörden. Erst 75 Jahre später, am 23. Januar 2012, wurde das Gebäude des Vororts endgültig an Russland und die Russische Orthodoxe Kirche übergeben.

Die Kirche besteht aus zwei Altären: dem oberen und dem unteren. Zu den Heiligtümern gehört das Ikone des Heiligen Nikolaus mit einem Teil seiner Reliquien. Auf dem Gelände befinden sich ein Garten, eine Kapelle, das Pfarrhaus, ein Pilgerhaus und Wirtschaftsgebäude.

Geo-Punkt

Православная Церковь Николая Чудотворца

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