Gebaut in der Zeit von 1823 bis 1826 nach dem Entwurf des Gouvernementsarchitekten P. I. Fursow, vereinte der Wachturm zuvor errichtete Mehl- und rote Reihen und wurde zum Zentrum eines ausdrucksvollen Ensembles im Stil des frühen Klassizismus. Das Hauptgebäude, das eine kubische Form hat und mit einem mächtigen sechssäuligen Portikus im ionischen Stil geschmückt ist, erinnert an ein Theater. Der Wachturm selbst zeichnet sich durch Eleganz aus: Der achteckige Sockel ist mit vier Portiken geschmückt und endet mit einem Türmchen mit einem umlaufenden Weg auf Konsolen.
Im Jahr 1834 war der Kaiser Nikolaus I., der Kostroma besuchte, von dem Wachturm beeindruckt und bemerkte, dass es in Petersburg keinen solchen gibt. Seitdem gilt er als der beste Feuerwachturm der russischen Provinz.
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde der Wachturm mehrmals umgebaut. In den 1860er Jahren wurden ihm umfangreiche Seitenflügel hinzugefügt, um eine Feuerwache unterzubringen. In den 1880er Jahren wurde die „Laterne“ auf dem Wachturm vereinfacht, was auf alten Fotografien zu sehen ist. Doch in den 1950er Jahren stellten Restauratoren ihr ursprüngliches Aussehen wieder her.
Der Feuerwachturm von Kostroma wurde fast immer entsprechend seiner Bestimmung genutzt, und bis vor kurzem befand sich hier die regionale Feuerwehrverwaltung. Im Jahr 2005 wurde der Wachturm an das Kostromer Museum-Reservat übergeben, und die Laterne des Turms dient nun zur Unterbringung von Mobilfunkantennen.
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