Alexander Matwejewitsch Pjanatow, geboren am 25. März 1892 und gestorben am 24. Oktober 1980, war ein herausragender Elektroingenieur, der einen bedeutenden Beitrag zur Entwicklung von Technologien für magnetische Audio- und Videoaufzeichnung sowie Rundfunk geleistet hat. Unter seiner Leitung brachte die von ihm 1956 gegründete Firma Ampex den ersten kommerziellen Videorekorder auf den Markt.
Pjanatow wurde im Dorf Russkaja Aischa im Kasaner Ujesd der Kasaner Gubernia geboren, heute ist dies das Dorf Russko-Tatarische Aischa im Hochgebirgsbezirk Tatarstan. Er stammte aus einer wohlhabenden Familie: Sein Vater, Matwej Pjanatow, war ein Bauer, der durch den Holzhandel Kaufmann erster Gilde wurde. Der Familie gehörten steinerne Lagerhäuser, ein Haus, eine Imkerei und eine Mühle.
Nach dem Abschluss der Ersten Real-Schule in Kasan im Jahr 1909 und 1910 studierte Pjanatow an der mathematischen Abteilung der physikalisch-mathematischen Fakultät der Kaiserlichen Kasaner Universität. Danach wechselte er an die Kaiserliche Moskauer Technische Schule, möglicherweise aufgrund seines Interesses an der Luftfahrt.
Aus Angst vor Verfolgung wegen seiner Teilnahme an studentischen Versammlungen in Moskau zog Pjanatow zum Studium nach Karlsruhe, wo er die Höhere Technische Schule abschloss. Für das Studium in Deutschland erhielt er Empfehlungen von Professor N. E. Schukowski.
Im Jahr 1913, als er einen Einberufungsbescheid für den Militärdienst erhielt, kehrte Pjanatow ins Russische Kaiserreich zurück. Vor dem Beginn des Ersten Weltkriegs schloss er die Fliegerschule ab und diente als Pilot eines Militärhydroflugzeugs. Nach einem Unfall erlitt er jedoch schwere Verletzungen und musste lange behandelt werden.
Während des Bürgerkriegs diente Pjanatow von 1918 bis 1920 in der Weißen Armee. Nach deren Niederlage emigrierte er nach China, wo er bis 1927 in einem Elektrizitätsunternehmen in Shanghai arbeitete. Danach lebte er eine Zeit lang in Frankreich, bevor er in die USA zog, wo er die Firma Ampex gründete, die bis heute besteht.
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