Das Verlagshaus der Gemeinde der heiligen Eugenie war eines der ersten in Russland, das begann, Postkarten, Reproduktionen, Stiche und Plakate herauszugeben. Im Frühjahr 1897 begann die Herausgabe von Kunstpostkarten nach Aquarellen bekannter russischer Künstler. Ivan Michailowitsch Stepanow, der Schriftführer der Gemeinde, beauftragte den Künstler Nikolai Karazin mit vier Zeichnungen, die zu Ostern 1898 veröffentlicht wurden, anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des Endes des Russisch-Türkischen Krieges.
Der Erfolg der ersten Auflage inspirierte zur Fortsetzung, und für die zweite Wohltätigkeitsauflage wurden 10 Aquarelle von bekannten russischen Künstlern wie I. E. Repin, K. E. Makowski, E. M. Böhm und anderen gesammelt. Diese Arbeiten wurden im städtischen Kartografischen Institut von A. Iljin auf hohem Niveau ausgeführt und kamen im Dezember 1898 mit einer Auflage von 10.000 Exemplaren in den Verkauf. Aufgrund der hohen Nachfrage musste die Auflage wiederholt werden. 1902 wurde in der Hauptstadt ein Fachgeschäft im Haus der Gesellschaft zur Förderung der Künste in der Meerstraße eröffnet.
Das Verlagshaus gab Postkarten mit Abbildungen architektonischer und künstlerischer Denkmäler Russlands, Dokumentarpostkarten mit Ansichten von Städten und Landschaften heraus. Insgesamt wurden auf den Postkarten des Verlags etwa 3000 Sehenswürdigkeiten an 200 geografischen Punkten der Welt dargestellt. Es wurden auch Postkarten mit Porträts von Künstlern, Komponisten, Schriftstellern und Künstlern gedruckt.
Eine besondere Stellung unter den Postkarten nahmen die Porträts der Mitglieder der kaiserlichen Familie ein, da die Gemeinde das ausschließliche Recht auf deren Reproduktion hatte. In 20 Jahren Bestehen gab das Verlagshaus 6410 Postkarten in Auflagen von tausend bis zehntausend Exemplaren heraus, insgesamt etwa 30 Millionen Stück. Die Produkte der „Gemeinde“ erhielten zahlreiche Auszeichnungen auf internationalen Ausstellungen, wie der Weltausstellung in Paris (1900), der Ausstellung in St. Louis, USA (1904), in St. Petersburg (Allrussische Handwerksausstellung (1907, 1908), Internationale Bauausstellung (1908)).
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