Eines der ältesten vorrevolutionären Denkmäler in Kronstadt ist das Denkmal zum Gedenken an die gefallene Besatzung des Klippers „Oprichnik“, das am 31. Oktober (12. November) 1873 feierlich eingeweiht wurde. Das Denkmal befindet sich im Südosten des Sommergartens, in der Nähe des Gebäudes der Kronstädter Marineversammlung. Der Name des Autors des Denkmals ist nicht überliefert, aber das Denkmal selbst hat auf wundersame Weise überlebt.
Die Idee, ein Denkmal zu Ehren der Seeleute des Klippers zu schaffen, entstand 1867, sechs Jahre nach seinem Untergang. Die Initiatoren waren Verwandte und Kameraden der Gefallenen, die mit der Sammlung von Mitteln für den Bau begannen. Am 10. Juli 1872, nach Erhalt der höchsten Genehmigung und Genehmigung des Projekts, begannen die Arbeiten an der Schaffung des Denkmals.
Neben den ursprünglichen Spendern halfen beim Abschluss des Projekts große Mäzene und der Leiter des Marineministeriums, Generaladjutant Nikolai Karlowitsch Krabbe. Er ordnete an, dass aus dem Kronstädter Hafen Ketten, ein Anker und Geschütze aus der Zeit Peter des Großen übergeben werden. Die Flagge und der Flaggenmast wurden von der Kronstädter Dampfschiffwerft hergestellt und installiert. Die Mäzene Ikonnikow und Wolkow spendeten den Stein und führten alle Steinarbeiten unentgeltlich aus. Die bronzene Tafel mit dem Bild des Klippers, die sich an der Südseite des Denkmals befand, ging verloren. An ihrer Stelle wurde eine Metalltafel mit der Inschrift angebracht: „In Gedenken an die Gefallenen auf dem Klipper „Oprichnik“ im Indischen Ozean im Dezember 1861.
Zu diesem Zeitpunkt bestand das Denkmal aus Steinblöcken auf einem steinernen Sockel. Oben war ein kleiner Schiffsanker angebracht, und auf der Vorderseite des oberen Steins befand sich eine Tafel mit dem bereits erwähnten Text. Das Denkmal war mit Ketten umwickelt, die die Steinblöcke umschlossen. Rund um das Denkmal waren Geschütze aus der Zeit Peter des Großen eingegraben, an denen eine Kette gespannt war, die eine Umzäunung des Denkmals bildete. Über allem erhob sich die Andreaskreuzflagge, das Symbol der russischen Marine.
Die Eröffnung des Denkmals war sehr feierlich. An diesem Tag wurden neben der Einweihung des Denkmals in allen Kirchen Kronstadts Gedenkgottesdienste für die gefallenen Seeleute abgehalten.
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