Dies ist eines der ältesten Zivilgebäude in Samoskworetschje, das bis heute erhalten geblieben ist. Der Architekt und die genaue Funktion des Hauses sind unbekannt, es wird jedoch vermutet, dass die steinernen Paläste im Zentrum der Moskauer Owchinaja-Sloboda Ende des 17. Jahrhunderts erbaut wurden.
Es gibt zwei Versionen der Geschichte dieses Gebäudes. Nach einer davon könnte hier das Verwaltungs- oder Versammlungshaus der Owchinaja-Sloboda gewesen sein, in dem Siegel, Einnahmen- und Ausgabenbücher, staatliche Urkunden und andere Dokumente, die mit der Verwaltung der Sloboda und ihren Beziehungen zu den Behörden verbunden sind, aufbewahrt wurden.
Andererseits lassen archäologische Funde vermuten, dass hier eine Gerberei gewesen sein könnte. Bei Ausgrabungen wurden Lederreste entdeckt. Auch der Name der Gasse, in der sich das Haus befindet, deutet darauf hin. In der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts gab es hier mindestens ein Dutzend Höhlen der Owchinaja-Sloboda, die an die Kirche des Erzengels Michael grenzten, das Zentrum der Sloboda, das seit 1625 bekannt ist. Insgesamt gab es in der Owchinaja-Sloboda mehr als einhundert Höhlen.
Wenn man dieser Version folgt, könnte man annehmen, dass die Gerberei im Erdgeschoss untergebracht war, während im Obergeschoss der Verwaltungsdienst der Sloboda mit einem separaten Eingang untergebracht war.
Im 18. Jahrhundert kamen neue Eigentümer in das Haus, dann wurde das Gebäude im Brand von 1812 beschädigt, woraufhin beschlossen wurde, es in ein Herrenhaus im damals beliebten Empire-Stil umzubauen. An der Westseite wurden zwei Etagen und ein Mezzanin an die Paläste angebaut, und an der Südseite ein weiteres Gebäude. Diese Arbeiten dauerten mehr als zwanzig Jahre, von 1814 bis 1835.
1976 begann unter der Leitung der Restauratorin Inessa Ivanowna Kazakewitsch die wissenschaftliche Restaurierung des Architekturdenkmals. Die alten Paläste wurden in ihrem ursprünglichen Zustand wiederhergestellt, während die späteren Anbauten unberührt blieben. Die Restaurierung dauerte fünf Jahre.
Im Jahr 2001 wurden die Paläste erneut restauriert und der Gemeinde der Kirche des Erzengels Michael zur unbefristeten Nutzung übergeben. Heute wohnen hier die Geistlichen der Kirche.
Die Paläste in der Owchinaja-Sloboda sind ein Gebäude aus zwei steinernen Etagen in kubischer Form mit einer vierteiligen Planung. Die Etagen sind durch innere Treppen verbunden. Im Erdgeschoss befinden sich bogenförmige Fenster, im Obergeschoss keilförmige.
Die Paläste sind ein Objekt des kulturellen Erbes von föderaler Bedeutung.
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