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Paläste von Scherbakow

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Die Paläste von Scherbakow, datiert auf das Jahr 1773, zeigen stilistische Merkmale einer früheren Periode und vereinen Elemente des Barock und des Klassizismus. Klassische Details des Gebäudes sind der Gesims mit Triglyphen und die Gestaltung der oberen Fensterreihe. Das Gebäude ist in ausgezeichnetem Zustand und hat seine ursprüngliche Raumaufteilung vollständig bewahrt, was eine Seltenheit ist. Es hat die Form, die für das Ende des 17. Jahrhunderts charakteristisch ist, mit weißen Steinkellern und gewölbten Räumen in den ersten beiden Etagen.

Nach der Pest der 1770er Jahre verließen viele Moskauer die Stadt, und einige Stadtteile verwahrlosten. Zu dieser Zeit erwarb der Moskauer Kaufmann der ersten Gilde Danila Nikitich Scherbakow ein Grundstück für ein Haus im Dorf Pokrowskoje. Das Haus wurde schnell an der belebten Straße Pokrowka, in der Nähe des Deutschen Marktes, errichtet. Ende des 19. Jahrhunderts befand sich hier eine Gaststätte.

Pokrowski D.A. erinnert sich in seinem Buch "Skizzen von Moskau": „Jetzt befindet sich hier eine Gaststätte für die unteren Klassen, und kaum jemand der Besucher ahnt, dass das Haus bessere Zeiten gesehen hat. Ende des letzten Jahrhunderts empfing sein Besitzer, der Kaufmann Scherbakow, hier den Kaiser Paul Petrowitsch mit Gefolge, bewirtete ihn und bot ihm sogar eine Übernachtung an, wofür er ein mit Diamanten geschmücktes Porträt des Kaisers erhielt.“

Zur Erinnerung an dieses Ereignis änderte Danila Nikitich das Zimmer, in dem der Kaiser übernachtet hatte, nicht und vermachte es seinem Sohn Jakow Fedorowitsch Scherbakow, der das Haus über 50 Jahre lang besaß. Der Sohn hielt den Willen des Vaters strikt ein und änderte nichts im Zimmer.

Nach dem Tod von Jakow Fedorowitsch ging das Haus an seine Witwe Jewfimiya Tichonowna, die in den 1860er Jahren starb. Sie erzählte diese Geschichte Pokrowski.

Die letzten Besitzer des Hauses vor der Revolution waren die Kaufleute Sergej und Ivan Smirnow.

In der Sowjetzeit befand sich in dem Gebäude eine beliebte Bierstube. Doch in den 1980er Jahren hätte das Gebäude aufgrund von Plänen für den Bau des Dritten Verkehrsrings abgerissen werden können. Im Frühjahr 1986 stellten sich Studenten, Schüler und Anwohner zu seinem Schutz. Dieses Ereignis wurde zum Beginn der Denkmalschutzbewegung in Moskau und zur Gründung der Vereinigung „Sloboda“. Viele der Verteidiger der Paläste wurden Architekten und Historiker. Die im Gebäude gefundenen Gegenstände wurden zur Grundlage des Museums „Sicht von Moskau“, das sich jetzt in der Schule Nr. 345 benannt nach D.M. Karbyshev befindet.

Die Restaurierung der Paläste wurde in den 2000er Jahren unter der Leitung von O.I. Schurin durchgeführt. Derzeit gehört das Gebäude der LLC „NPO „Kosmos“.

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