Im Frühling 1395 drang die Armee des mongolischen Feldherrn Timur, der sich als Erbe des Reiches von Dschingis Khan ausgab und den Titel großer Emir annahm, in russisches Gebiet ein. Timur verbrannte die Grenzstadt Elets und schlug sein Lager am Don auf, um einen Angriff auf das Moskauer Fürstentum zu planen. Der große Fürst von Moskau, Wasilij I., machte sich mit einer hastig versammelten Armee und einem Volksaufgebot auf den Weg nach Kolomna. Doch die Kräfte waren offensichtlich ungleich. In der Hoffnung auf ein Wunder wurde das Ikone der Wladimirer Gottesmutter, die Hauptheiligkeit der Zalesischen Rus, von Wladimir nach Moskau in einem Kreuzgang gebracht. Die Chronik berichtet, dass auf dem Kutschkov-Feld, nahe Moskau, bei der Kirche der Maria von Ägypten, die eineinhalb Jahrzehnte zuvor erbaut worden war, eine feierliche Begegnung der Ikone stattfand. Bereits am nächsten Tag zog die mongolische Armee nach Süden in die Steppen zurück. Zu Ehren dieses Ereignisses wurde an dem Ort, an dem die Ikone empfangen wurde, ein Kloster gegründet, das den Namen Sretensky erhielt, mit einer hölzernen Kirche der Begegnung der Wladimirer Ikone der Gottesmutter. Im XVII. Jahrhundert begann im Kloster der aktive Bau von Steingebäuden. 1679 wurde die steinerne Sretensky-Kathedrale mit fünf Kuppeln sowie der Glockenturm und die Zellengebäude errichtet. Der Bau setzte sich in den folgenden Jahrzehnten fort. In der Mitte des XVIII. Jahrhunderts wurden im südlichen Teil des Klostergebiets zweigeschossige steinerne Paläste (heutige Adresse: Bolshaya Lubyanka Straße, Nr. 17, Gebäude 1) mit barocken Fensterrahmungen erbaut. Nach der Revolution wurde das Kloster geschlossen, und in den Jahren 1928-1930 wurde der Großteil seiner Gebäude zerstört. Glücklicherweise blieben die Sretensky-Kathedrale und die erwähnten Paläste erhalten. Im XIX. Jahrhundert wurden die Paläste entsprechend der architektonischen Mode dieser Zeit umgebaut und um ein zusätzliches Stockwerk aufgestockt. Im Laufe der Zeit befand sich der Untergeschoss der Paläste unter einer kulturellen Schicht, und heute ragen nur zwei Stockwerke über die Erde hinaus. In den sowjetischen Jahren wurden in dem Gebäude Wohnkommunen und ein Punkt zur Annahme von Sekundärrohstoffen eingerichtet. Derzeit sind die Paläste an das wiederbelebte Kloster zurückgegeben worden und stehen unter staatlichem Schutz.
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