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Paläste der Gerber-Siedlung

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Das zweigeschossige Backsteingebäude befindet sich tief im Grundstück, näher an der Moskwa. Seine kubische Form mit dem vierseitigen Dach, hohen Schornsteinen und schmalen Fenstern ist typisch für Paläste des späten 17. Jahrhunderts. Wahrscheinlich ist dies das älteste Haus der Gerber-Siedlung, die sich im 16. Jahrhundert endgültig formierte. In der Chronik über den Brand von 1547 wird erwähnt, dass in diesem Gebiet Töpfer und Gerber ansässig waren. Im folgenden Jahrhundert gab es hier 51 Höhlen. Die Paläste kombinierten möglicherweise Wohn- und Produktionsfunktionen: Im Erdgeschoss befand sich ein großer einstöckiger Palast, der als Büro für die Verwaltung der Siedlung diente. Hier arbeiteten Diakone und Schreiber, die für den Schutz und die Steuererhebung zuständig waren. Im unteren Stockwerk wurden wahrscheinlich die Waren gelagert, die in der Siedlung produziert wurden. Möglicherweise war es ein Wohnhaus, in dem sich im Erdgeschoss die Produktion und im zweiten Stock der Wohnbereich des Eigentümers befand.

Der zweite Stock hatte zwei Eingänge von der westlichen und südlichen Seite. Die Nischen für Kerzenlaternen sind gut erhalten. Diese Etage ist reicher gestaltet: Die Fenster sind mit dreieckigen Giebeln und komplizierten Backsteinrahmungen mit Säulen verziert. Das Erdgeschoss ist durch einen horizontalen Streifen mit einer Kante vom zweiten Stock getrennt. Das Gebäude endet mit einem dreiteiligen Backsteingesims, das mit Schindeln bedeckt ist und über die Wandfläche hinausragt.

Nach den Reformen von Peter I. wurden die Paläste als Zollhof genutzt, wo Kaufleute Steuern für die Überführung von Waren über die Moskwa zahlten. In der Nähe der Paläste befand sich ein Fährpunkt, im Bereich der heutigen Nowospasski-Brücke. Im 19. Jahrhundert waren hier verschiedene staatliche Institutionen untergebracht, später wurde das Gebäude vermietet.

Nach der Revolution in den 1920er Jahren wurde im Herrenhaus ein Wohnheim eingerichtet, wobei die zentrale tragende Säule entfernt und die Gewölbe des zweiten Stocks abgerissen wurden. Außerdem wurde ein zweigeschossiger Anbau hinzugefügt, der das Gebäude verdoppelte.

In den 1970er Jahren war geplant, das Gebäude abzureißen, um eine zentrale Pumpstation zu bauen, aber Restauratoren intervenierten, reparierten das Dach, stellten die Säule wieder her und führten Renovierungsarbeiten durch.

Seit 1983 befindet sich in dem Gebäude der Verlag der Zeitschrift „Wissen, Kraft“.

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