Das älteste steinerne Bürgergebäude in der Taganskaja Straße befindet sich im Hof des Anwesens Nr. 5. Im Jahr 1724 eröffnete hier, in der ehemaligen Semjonowskaja schwarzen Siedlung hinter den Taganer Toren der Erdburg, Afanasij Kirillowitsch Grebenschikow, ein Händler aus der "Gostińaja Sotnja", eine Fabrik zur Herstellung von "Zinn- und Tabakpfeifen". Der Begriff "Zinn" stammt vom deutschen Wort Zinn, das Zinn bedeutet, welches ursprünglich Bestandteil der Glasur für keramische Produkte war. Das Sortiment der Fabrik war vielfältig: von Pfeifen und billigem Geschirr bis hin zu teuren Fayencen und Figuren.
Auf dem Gelände des Grebenschikow-Hofes befanden sich Paläste, die an der Wende vom 17. zum 18. Jahrhundert erbaut wurden und bis heute erhalten sind (Taganskaja, Nr. 5, Gebäude 2), sowie Fabrikgebäude, die nicht erhalten geblieben sind.
Afanasij Kirillowitsch war mit Dmitrij Ivanowitsch Winogradow bekannt, dem Autor eines Werkes über die Porzellanproduktion in Russland, der oft als "Vater des heimischen Porzellans" bezeichnet wird. Der Sohn von Afanasij, Ivan Afanasjewitsch, ein talentierter Erfinder, enthüllte 1747 das Geheimnis der Porzellanherstellung aus Gzhel-Ton. Doch die Grebenschikows konnten die Porzellanproduktion aufgrund der hohen Kosten nicht selbst aufbauen. Auch eine staatliche Subvention erhielten sie nicht, weshalb sie ihre Entwicklungen an die Gardners verkauften, die mit der Porzellanproduktion in der Fabrik in Werbiliky begannen. Diese Fabrik wurde später Teil des Porzellanimperiums von Matwej Sidorowitsch Kuznetsow und besteht bis heute.
Die Grebenschikows konzentrierten sich auf die Herstellung von hochwertigem Fayencegeschirr. Ihre Manufaktur erhielt Aufträge von Adligen, wohlhabenden Kaufleuten und sogar dem kaiserlichen Hof.
Das Hauptgebäude des Anwesens in der Taganskaja Straße wurde mehrfach umgebaut. Im 19. Jahrhundert erhielt es eine eklektizistische Fassadengestaltung, während die Reste der barocken Gestaltung unter Putz verborgen sind.
Das Herrenhaus steht unter staatlichem Schutz und bewahrt die Erinnerung an die größte Moskauer Keramikfabrik des 18. Jahrhunderts.
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