Südlich des Hauses der Urusovs, auf dem benachbarten Grundstück 14, hinter derselben Umzäunung, die vom Architekten I. I. Rerberg entworfen wurde, befindet sich die Villa, die 1900 nach einem Entwurf von V. V. Sherwood für den Tapetenhändler Sergej Gavrilowitsch Protopopow errichtet wurde. 1911 verkaufte sein Sohn Nikolai das Grundstück an Graf Wladimir Sergejewitsch Tatischew. Der Graf begann sofort mit der Umgestaltung des Hauses und lud den Architekten Gustav Augustowitsch Gelrich ein, der die Fassade und den Grundriss veränderte und neoklassizistische Elemente in den eklektischen Stil des Gebäudes einfügte.
Die von V. V. Sherwood geschaffene Umzäunung blieb bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts unverändert, als sie bei der Übergabe des Gebäudes an die indonesische Botschaft in den 1950er Jahren ersetzt wurde. Jetzt sind die Besitztümer des Grafen Tatischew und der Nachbarn Urusovs durch eine gemeinsame Umzäunung verbunden, die nach einem Entwurf von I. I. Rerberg ausgeführt wurde.
1913 baute G. A. Gelrich für W. S. Tatischew einen Komplex neoklassizistischer Mietskasernen auf dem Grundstück, das westlich an die Villa angrenzt und zur Pjatnitskaja-Straße 43 führt. So konnten das Haus des Grafen und seine Mietskasernen ein großes Anwesen von Straße zu Straße bilden.
Graf Wladimir Sergejewitsch Tatischew war nicht nur adelig, sondern auch wohlhabend und einer der erfolgreichen Bankiers und Industriellen Russlands. Seit 1909 leitete er die Vereinigte Bank, die aus der Fusion dreier Banken, die zur Gruppe von L. S. Poljakow gehörten, entstanden war. Die Filialen der Bank arbeiteten in 68 Städten Russlands. Die Vereinigte Bank wurde vom Finanzministerium gegründet, um die finanzielle Lage der ehemaligen Banken Poljakows zu stabilisieren und deren Kundenstamm zu erhalten. Das Bankgebäude steht bis heute an der Ecke Kussnetski Most und Roschdestwenski.
Nach 1917 wurde das Haus Tatischew von mehreren Dutzend Bewohnern bewohnt.
In den 1950er Jahren wurden die Häuser der Urusovs und Tatischews an die indonesische Botschaft übergeben. Bei der Anpassung der Gebäude wurde eine umfassende Renovierung durchgeführt, viele Räume wurden verändert. Der Eingang zur Villa Tatischew wurde ebenfalls verändert, und anstelle der offenen Terrasse auf der Nordseite des Gebäudes wurde ein zweigeschossiger verglaster Anbau errichtet.
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