In den 1870er Jahren erwarb der Bankier Lazar Solomonowitsch Polyakow drei Anwesen zwischen dem Tverskoy-Boulevard und der Bolshaya Bronnaya. In Moskau wurde er als "Moskauer Rothschild" bekannt. Polyakow stammte aus einer jüdischen Familie aus der Stadt Orscha und begann seine Karriere in der Finanzwelt mit dem Eisenbahnbau. Nachdem er als wohlhabender Mann nach Moskau gekommen war, gründete er hier sein finanzielles Imperium, das vier Geschäftsbanken, zwei Landbanken, eine Versicherungsgesellschaft, die Moskauer Gesellschaft für Gummiherstellung, die Moskauer Holzindustriegesellschaft sowie eine Gesellschaft für Handel und Industrie in Persien und Zentralasien umfasste. Darüber hinaus besaß er bedeutende Immobilien rund um den Tverskoy-Boulevard und in den angrenzenden Straßen. Seit den 1900er Jahren befand sich sein Geschäft jedoch in ständigem Krisenzustand.
Auf dem Anwesen 10 in der Bolshaya Bronnaya, wo sich das alte Anwesen der Wolkonskys-Ostashovsky befand, baute Polyakow Mietskasernen. Im Jahr 1913 entwarf der Architekt B.M. Velikowski auf einem kleinen Grundstück dieses Anwesens, das zur Bronnaya hin ausgerichtet war, ein kleines Herrenhaus für den Enkel von Lazar Solomonowitsch. Das Haus war klein, mit einem Türmchen, und die Fassaden waren mit verschiedenen Erkern verziert, was der Komposition eine Dynamik verleiht, die für den Jugendstil charakteristisch ist. Der Dekor der Fassaden neigt jedoch eher zur Neoklassik. Im Haus nimmt ein großer festlicher Saal den zentralen Platz ein.
Der Enkel von Lazar Solomonowitsch konnte nie in diesem Haus wohnen. Nach dem Tod von Polyakow blieben verworrene Angelegenheiten zurück, und ab 1914 zogen seine Kinder und Enkel ins Ausland. Nach der Revolution wurde das Herrenhaus nationalisiert und lange Zeit als Kindergarten genutzt.
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