Das Orlower Geistliche Seminar war eine mittlere Bildungseinrichtung der Orlower Diözese der Russisch-Orthodoxen Kirche, die Geistliche und Kirchenbedienstete ausbildete. Es existierte von 1788 bis 1918.
Im Jahr 1788, als die Orlower Diözese gegründet wurde, wurde das 1778 eröffnete Sewsker Geistliche Seminar in Orlower Seminar umbenannt, blieb jedoch in Sewsk.
Der Umzug des Seminars nach Orjol fand erst 1827 statt. Von April 1824 bis November 1826 wurde in Orjol ein dreigeschossiges Ziegelgebäude unter der Leitung des Architekten F. I. Petondi errichtet, und am 8. Mai 1827 wurde es eröffnet.
Im Jahr 1828 wurde im Gebäude des Seminars eine Kapelle eingerichtet, und 1891 wurde die Kirche in einen speziellen Anbau verlegt.
Im September 1849 wurde ein Untergeschoss gebaut, in dem Küche, Bäckerei, Lagerräume und Werkstätten untergebracht wurden. Im Jahr 1850 wurde hinter dem Seminar ein Garten angelegt und ein Gemüsebeet eingerichtet. In den Jahren 1851 und 1855 wurde das Hauptgebäude innen umgebaut.
Im Mai 1855 wurde der Bau eines zweigeschossigen Krankenhausgebäudes mit L-förmigem Grundriss abgeschlossen.
Die vollständige Umgestaltung des Seminars ist mit Alexander Bogdanow verbunden. Es wurde von einer dreiklassigen in eine sechsklassige Einrichtung umgewandelt. Die Gebäude wurden umgebaut, das Hauptgebäude wurde 1872 durch einen Anbau erweitert, und 1874 wurde eine umfassende Renovierung und Aktualisierung der Seminar-Kirche durchgeführt.
Seit 1894 gab es im Seminar ein Archiv, in dem materielle und schriftliche Denkmäler der kirchlichen Antike gesammelt wurden.
Im Jahr 1918 wurde das Seminar geschlossen. Ab 1926 befand sich in seinem Gebäude das Orlower Eisenbahntechnikum, das bis heute dort ansässig ist.
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