Alexander Alexandrowitsch Ofrosimov wurde am 26. Januar (7. Februar) 1852 in der Oblast Orjol geboren und starb am 28. Februar 1933. Er war ein Staatsmann des Russischen Kaiserreichs, bekleidete die Ämter des Gouverneurs von Kaluga in den Jahren 1897 und 1909 und war Senator von 1909 bis 1917. Ofrosimov stammte aus einer adligen Familie der Oblast Orjol und besaß mehr als 1400 Desjatinen Land in den Landkreisen Dmitrow und Mzenz.
Im Jahr 1872 schloss er das Alexandrowski-Lyzeum ab und trat in den Staatskanzlei-Dienst ein. 1880 wurde er Kammerjunker des Hofes Seiner Kaiserlichen Majestät. In verschiedenen Jahren hatte er das Amt des Vorstehers des Adels im Landkreis Dmitrow und den Vorsitz des Kongresses der Friedensrichter inne. 1892 erhielt er den Titel eines Staatsrates, und 1895 wurde er zum wirklichen Staatsrat und Ritter des Ordens des Heiligen Wladimir ernannt.
Seit 1893 war Ofrosimov Vizegouverneur von Kaluga und förderte aktiv die Entwicklung der Landwirtschaft, indem er Präsident der Landwirtschaftsgesellschaft war. 1896 wurde er Kammerherr und nahm an den Feierlichkeiten der Heiligen Krönung teil. 1897 wurde er zum Gouverneur von Kaluga ernannt, wo er sich mit Fragen der Landwirtschaft und Bildung beschäftigte und 35 neue Bildungseinrichtungen eröffnete.
Ofrosimov engagierte sich auch für die Verschönerung von Kaluga, indem er die Wasserversorgung, Begrünung und Straßenbeleuchtung entwickelte. Er gründete eine Gesellschaft zur Förderung der Vollblutzucht und war Vorsitzender der lokalen Rotkreuzverwaltung. 1903 wurde ihm der Titel eines geheimen Rates verliehen.
Während des Russisch-Japanischen Krieges unterstützte er aktiv die Armee, und in der Zeit der revolutionären Ereignisse von 1905-1906 bemühte er sich, die Ordnung in der Oblast ohne Anwendung militärischer Gewalt aufrechtzuerhalten. 1909 wurde Ofrosimov zum Senator ernannt und für seine vorbildliche Verwaltung der Oblast ausgezeichnet.
Nach der Oktoberrevolution zog er nach Schitomir, wo er 1933 starb. In seiner Abschiedsrede bezeichnete der guberniale Vorsteher des Adels ihn als guten und humanen Menschen, der stets für die Aufrechterhaltung von Ordnung und Staatsleben eintrat.
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