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Obolenski Alexander Sergejewitsch

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Unter den britischen Rugby-Fans war ein Sportler, bekannt unter den Spitznamen „Obo“, „Der fliegende Prinz“ und „Der fliegende Slawen“, besonders beliebt. In der Mitte des letzten Jahrhunderts wurde er für immer in die Liste der 15 größten englischen Rugbyspieler aufgenommen. Die Rede ist von unserem Landsmann Alexander Sergejewitsch Obolenski. Seine aristokratische Familie zog während des Bürgerkriegs nach London. Später trat Obolenski in Oxford ein, wo er sich für Rugby begeisterte.

Zunächst spielte er für das Universitäts-Team und zeigte hervorragende körperliche Fähigkeiten und eine großartige Balltechnik. Bald wurde er von dem Profiklub „Leicester Tigers“ entdeckt. Dann wurde Obolenski in die englische Nationalmannschaft eingeladen, als er erst 19 Jahre alt war. Im Jahr 1936 sollte die Mannschaft gegen die stärkste Nationalmannschaft der Welt, Neuseeland, antreten. Die Engländer hatten zuvor nie gegen die „Kiwis“ gewonnen und galten als Außenseiter. Doch das Spiel von Alexander Sergejewitsch änderte den Verlauf der Ereignisse.

Bereits in der ersten Halbzeit waren die Neuseeländer überwältigt. Obolenski, der den Ball erobert hatte, stürmte mit einer unglaublichen Geschwindigkeit die Flanke entlang, überholte alle Verteidiger und erzielte einen Versuch, einen Moment, in dem der Spieler den Ball im gegnerischen Malfeld ablegt und zusätzliche Punkte erzielt. In der zweiten Hälfte des Spiels überraschte Obolenski die Gegner erneut. Nachdem er einen Pass an der Flanke erhalten hatte, bewegte er sich mit hervorragendem peripheren Sehen in die Mitte, lief diagonal über das halbe Feld und erzielte erneut einen Versuch, der später als der beste in der Geschichte des englischen Rugby anerkannt wurde. Das Spiel endete mit einem Sieg der Engländer mit 13:0.

Im selben Jahr 1936 reiste Obolenski mit der englischen Nationalmannschaft zu den Spielen gegen Argentinien. Gerüchten zufolge erzielte er während des Aufwärmens 17 Versuche, was einen phänomenalen Rekord darstellen würde. Doch sein Leben war kurz. Während des Zweiten Weltkriegs trat der russische Aristokrat freiwillig in die königlichen Luftstreitkräfte ein und starb, weil er nicht richtig landen konnte. Er war erst 24 Jahre alt. Im Jahr 2009 wurde ein Denkmal für Obolenski eingeweiht, zu der Zeremonie kamen Rugby-Fans aus ganz England.

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