Am Anfang der Nikolaistraße, neben der Kasaner Kathedrale, wurde seit jeher gehandelt. Ende des 19. Jahrhunderts wurde dieses Areal mit verschiedenen Holzläden bebaut und gehörte dem Innenministerium.
Im Jahr 1899 mieteten große Moskauer Unternehmer das Grundstück für den Bau der Neuen Handelsreihen. Das Projekt der Neuen-Nikolai oder Iverske Reihen wurde von Lew Kekushev mit Beteiligung von S. Schutman entwickelt.
Bis 1903 war die Innenausstattung des Gebäudes abgeschlossen, und die Nikolai-Reihen öffneten ihre Türen für die Käufer. Sie waren für die wohlhabendsten Händler gedacht und umfassten acht große Geschäfte, jedes mit einem separaten gewölbten Eingang von der Nikolaistraße. Die Geschäfte waren durch massive Wände getrennt, und im Keller befanden sich Lagerräume. Entlang der Innenseite der Reihen befanden sich metallene Galerien, die die Geschäfte verbanden.
Das Gebäude ist im Jugendstil gestaltet. Die zentrale Kuppel harmonierte mit dem Turm der Glockenstube des Zaikonospasski-Klosters. Riesige Schaufenster mit Eichenrahmen, sanfte Linien der Fassade, plastische Maskarons und kleine Säulen der Fenster im dritten Stock verliehen dem Gebäude der Handelsreihen einen Eindruck von Reichtum und Luxus. Auf den ersten Blick schien das Gebäude symmetrisch zu sein, aber bei genauerer Betrachtung fiel der Durchgang näher zum Roten Platz auf. Der Eingang zu diesem Teil des Gebäudes führte zur Haupttreppe, die die drei Etagen verband, und über dem Eingang befand sich der einzige massive Balkon im Gebäude.
Unter dem oberen Gesims kann man die charakteristischen Löwen von Kekushev sehen: Löwenmasken schmücken alle Gebäude des Architekten.
In der Sowjetzeit wurde das Gebäude für administrative Zwecke genutzt, im Erdgeschoss befanden sich eine Sparkasse und ein Annahmepunkt, und zu Beginn der 1990er Jahre gab es hier ein Café.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.
Um einen Kommentar zu hinterlassen, mit Google anmelden.