Das Hauptgebäude der Villa ist im klassischen Stil gestaltet, mit Säulen an der Fassade und mit Mosaiken und Fresken verzierten Wänden. Im Erdgeschoss befanden sich das Wohnzimmer, das Zimmer der Eigentümer, das Kinderzimmer und das Esszimmer, während im Obergeschoss die Büros von Alexei Borisowitsch und seiner Frau sowie die Zimmer für die Kinder und das Personal untergebracht waren. Der spätere Klassizismus wird durch einen fünfseitigen Anbau auf der Ostseite des Hauses gestört, der an den Altar eines Tempels erinnert. Das ist der Tempel: Im Herrenhaus wurde eine Hauskirche für die Gebete der Eigentümer eingerichtet, da es im Gutshof keinen separaten Tempel gab. Die Hauskirche befand sich im Obergeschoss im östlichen Teil. Neben dem Haus stand ein hölzerner Glockenturm, der in der Sowjetzeit zerstört wurde. Auf Bitte von A.B. Neidgart wurde im Park eine Schneise geschlagen, damit von seinem Büro aus die Spaso-Transfiguration-Kirche im benachbarten Dorf Pilekschewo sichtbar war.
A.B. Neidgart spendete sein ganzes Leben großzügig für die Bedürfnisse und den Bau orthodoxer Kirchen, nicht nur in der Diözese Nischni Nowgorod, sondern auch in der Hauptstadt, wofür er Segnungen von Erzbischöfen und dem Heiligen Synod als "eifriger Schöpfer Gottes Tempel" erhielt. Er war der Stifter der Katharinenkirche bei dem Waisenhaus für arme Adelige.
Im Jahr 1918 unterschrieb Alexei Borisowitsch einen Aufruf an die Gemeinde mit der Aufforderung, gegen die Schließung orthodoxer Kirchen und Klöster zu protestieren. Am 24. Oktober 1918, am ersten Jahrestag der Oktoberrevolution, wurde Alexei Borisowitsch Neidgart zusammen mit seiner Tochter und seinem Sohn in Nischni Nowgorod erschossen. Im Jahr 1991 rehabilitierte die russische Staatsanwaltschaft Neidgart, und im Jahr 2000 wurde er vom Erzbischöflichen Konzil der Russisch-Orthodoxen Kirche als neuer Märtyrer kanonisiert. Leider ist der Ort seiner Beerdigung bis heute unbekannt.
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