Bis zur Revolution stand am nördlichen Hang ein steinernes Kapelle mit einem Eisendach. Sie wurde über einer Quelle errichtet, die, der Überlieferung nach, der heilige Sergius von Radonesch im 14. Jahrhundert gegraben hatte. Im Zentrum der Kapelle befand sich ein Brunnen. In den frühen 1930er Jahren, als die Kirche des heiligen Sergius zerstört wurde, litt nicht nur die alte Kirche. Eine gewaltige Explosion zerstörte das Pfarrhaus, einen erheblichen Teil der Klostermauer und die Kapelle über der Quelle. Nach 70 Jahren war es fast unmöglich, den Standort der Quelle von Sergius zu bestimmen, da der Hang des Flusses Kirjasch mit zahlreichen Quellen übersät war und niemand wusste, welche von ihnen Sergius gehörte. Die Nonnen beteten eifrig um deren Auffindung. Auf wunderbare Weise gelangte ein Foto der Kapelle, das in den 1930er Jahren aufgenommen wurde, ins Kloster. Die Schwestern verglichen es mit dem modernen Anblick des Hangs, bestimmten den ungefähren Standort und begannen mit den Ausgrabungen. Sie fanden sofort die Reste des Bodens und der Wand sowie das Fundament des Eichenbrunnens. Unter einem der Steine des Fundaments entdeckten sie eine Münze aus dem Jahr 1613, die von den Bauarbeitern der Kapelle im 17. Jahrhundert hinterlassen worden war.
Das geschah im Jahr 2001. Es blieb, das Zerstörte wiederherzustellen. Zuerst wurde das Fundament der Kapelle verstärkt und zwei Jahre gewartet, um sich von seiner Zuverlässigkeit zu überzeugen. Eines Tages versammelten sich die Bewohnerinnen und Bauarbeiter zum Gebet, um Gott und dem heiligen Sergius um den Segen für die Fortsetzung der Arbeiten zu bitten. In diesem Moment kam die Nachricht, dass dem Blagoweschtschensk-Kloster in Sergijew Possad ein Ikone des heiligen Sergius von Radonesch von einem unbekannten Ikonenmaler geschenkt worden war. Am selben Abend wurde die Ikone feierlich im Kloster empfangen. Jetzt schmückt sie das Innere der Überwasser-Kapelle. Das Fundament stellte sich als stabil heraus, der Bau wurde fortgesetzt und 2005 abgeschlossen. Im selben Jahr weihte der Erzbischof von Wladimir und Suzdalskij, Jewlogij, die Kapelle.
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