Das Museum "Areal A.A. Fet", das nach der Restaurierung am 2. Dezember 2016 eröffnet wurde, wurde 2010 als Zweigstelle des Kursker Regionalmuseums für Heimatkunde gegründet.
Das Herrenhaus in Worobjowka ist ein Ort, an dem poetische Inspiration und der Komfort des Familienlebens herrschen. Hier spürt man die Gelassenheit des adligen Lebens: Frühstück um ein Uhr nachmittags, Mittagessen um sechs Uhr, abendlicher Tee mit Apfelpastete, dem Stolz von Marja Petrowna. Im sonnigen Speisesaal ist der Tisch gedeckt, als ob die Gastgeber Gäste erwarten. Schiebetüren mit Spiegeln trennen das Esszimmer vom Wohnzimmer, in dem einst P.I. Tschaikowski spielte. Die repräsentativen Räume schaffen eine feierliche Stimmung, die in der Stille und Ruhe von Marja Petrownas Zimmer weicht, das zum Nachdenken und zur Kontemplation einlädt.
Von den Fenstern des Billardraums im zweiten Stock hat man einen Blick auf den Fluss Tuskary, den hügeligen Park und die endlosen Wiesen. Hier kann man nach intellektueller Arbeit im Büro oder in der Bibliothek entspannen und Billard spielen.
Jeder Raum des Anwesens hat seine eigene Bestimmung und Einrichtung, aber überall herrschen Gelassenheit und Harmonie, die das Leben des gastfreundlichen Hausherrn und talentierten Dichters A.A. Fet widerspiegeln.
Jedes Jahr Ende Mai findet im Anwesen die musikalisch-poetische Veranstaltung "Nachtigallen-Nacht" statt. Am ersten Sonntag im Juli werden traditionell die "Fet-Lesungen" abgehalten, die Schriftsteller, Dichter und Literaturfreunde nicht nur aus der Kursker Region, sondern aus ganz Russland versammeln.
Das Anwesen von Fet in Worobjowka, Region Kursk, wurde noch vor der Geburt des Dichters für den Kollegialassessor Rtischew erbaut. Zum Gut gehörten das Herrenhaus, Ackerland und Wirtschaftsgebäude.
Afanasi Afanasjewitsch Fet erwarb das Anwesen in den 1870er Jahren, als er aus der Region Orjol näher nach Kursk zog. Er kaufte das Anwesen von den Nachkommen Rtischews für 100.000 Rubel, was zu jener Zeit eine beträchtliche Summe war. Der Dichter begann mit einer umfassenden Rekonstruktion, baute das dekorative Mezzanin in ein Wohngeschoss um und bestellte die Felder neu. Auch begann er mit der Zucht von Haustieren, ohne die Poesie zu vergessen.
Nach der Revolution verfiel das Anwesen. In verschiedenen Jahren waren hier die ländliche Post, ein Club, ein Geflügelstall, das Hauptquartier der deutschen Truppen und eine Traktorenstation untergebracht. Nach dem Zerfall der UdSSR befand sich in dem Gebäude die Schule von Worobjowka. Im Jahr 2010 wurde im zweiten Stock der Schule eine kleine Ausstellung über das Leben und die Werke des Dichters eröffnet. Erst 2016, nach der Restaurierung, wurde das Gebäude vollständig dem Fet-Museum übergeben. Es ist eines der schönsten Anwesen in der Region Kursk.
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