Das Museum der Nordwestfront befindet sich in der Stadt Staraja Russa, Region Nowgorod, in der Alexandrowskaja Straße. Es ist das erste Museum in Russland, das der Geschichte und den Aktivitäten einer ganzen Front während des Großen Vaterländischen Krieges gewidmet ist.
Seit 1975 gab es in der Stadt eine Ausstellung, die über die militärischen Ereignisse auf dem alten russischen Boden berichtete. Ab 1984 war das Museum in der Auferstehungskirche untergebracht, die 1992 an die Gläubigen zurückgegeben wurde. Am 18. Februar 2003, am Tag des neunundfünfzigsten Jahrestages der Befreiung von Staraja Russa, wurde das Museum feierlich wiedereröffnet und vereinte bereits gesammelte Materialien mit vielen neuen Exponaten.
Das Besondere an dem Museum ist der humanistische Ansatz zum militärischen Thema. Die Materialien der Ausstellung beleuchten den Krieg von beiden Seiten der Front.
Die Hauptthemen der Ausstellung umfassen die Umzingelung der Demjansk-Gruppe der deutschen Truppen, den „Demjansk-Kessel“, lokale Kämpfe und Schlachten im Bereich des „Ramuschowski-Korridors“ sowie Themen der Nachschubversorgung, Besatzung und Befreiung.
Im Museum sind mehr als eintausendfünfhundert Exponate ausgestellt, von denen 840 Originale sind. Der Grundstock der Sammlung besteht aus vielfältigen Waffen, Karten, Plänen, Dokumenten, Archivauszügen, Auszeichnungen, Fotografien und persönlichen Gegenständen, die sowohl sowjetischen Soldaten als auch deutschen, spanischen und finnischen Wehrmachtssoldaten gehörten.
Besonderes Interesse weckt die Glocke, die 1672 von dem Meister Benning in Lübeck, Deutschland, gegossen wurde. Im Dezember 1942 wurde sie aus Staraja Russa entfernt und kehrte erst 2001 zurück.
Die Exponate stammen sowohl aus lokalen Quellen als auch von Veteranen der Wehrmacht. Die Dokumente des Museums berichten über die Arbeit der sowjetischen Tribunale und Sicherungseinheiten, über Fehler des Kommandos der Roten Armee, über Verräter und persönliche Geschichten von Soldaten. Auch die Geschichte der Partisanenbewegung und des Widerstands in Staraja Russa wird ausführlich behandelt.
Neben dem Museum befindet sich eine Aussichtsplattform, auf der ein leichter Panzer T-26 ausgestellt ist, der aus dem Fluss Lovat bei dem Dorf Korowitschi herausgeholt wurde, sowie zwei Artilleriegeschütze.
Das Museum ist Teil des Nowgoroder staatlichen vereinigten Museums-Reservats.
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