Im 20. Jahrhundert stach unter den russischen Schriftstellern, die sich für Reisen ins Ausland begeisterten, N.V. Gogol hervor. Er besuchte oft verschiedene Länder auf der Suche nach Inspiration für sein Schaffen.
Nikolai Wassiljewitsch besuchte mehrfach seinen Freund, den Dichter Wassili Schukowski, in Frankfurt. Schukowski war mit der Erziehung des zukünftigen Kaisers Alexander II. beschäftigt, entwickelte ein spezielles Ausbildungsprogramm für ihn und begleitete ihn auf Reisen durch Sibirien und Westeuropa. Von 1844 bis 1848 lebte Wassili Andrejewitsch mit seiner Frau Elisabeth Reitern in dieser deutschen Stadt in der Villa Metzler, die am Ufer des Mains liegt. Heute befindet sich in diesem historischen Gebäude an der Museumsufer der Museum für Angewandte Kunst.
Das Museum für Angewandte Kunst in Frankfurt am Main wurde 1877 gegründet und nimmt aufgrund seiner umfangreichen Sammlung zwei Gebäude ein. Eines davon ist die Villa Metzler, die 1803 erbaut wurde, und das andere ist ein modernes Gebäude, das 1985 von Richard Meier entworfen wurde und sich im Park neben der Villa befindet.
Die Sammlung des Museums umfasst mehr als 30.000 Exponate aus der ganzen Welt. Hier sind Beispiele für dekorative Kunst aus dem Fernen Osten, der islamischen Welt und Europa zu sehen, beginnend von der Antike bis zur Gegenwart. Einige Exponate sind über 6.000 Jahre alt. Besonders interessant sind die Sammlungen persischer Teppiche, einzigartiger barocker Möbel, Glaswaren der Renaissance, von denen ein Teil in Venedig hergestellt wurde, sowie Beispiele zeitgenössischer digitaler Grafik.
Das moderne Gebäude des Museums ist selbst ein Kunstwerk dank des originellen Beleuchtungssystems und der ungewöhnlichen architektonischen Lösungen.
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